»Auf sich selbst hören, nichts erzwingen, sich ausruhen und ein bisschen pflegen. Unter Umständen ein Schmerzmittel nehmen gegen Fieber und sich nicht überanstrengen«, rät Allgemeinmedizinerin Eva Hummers.
Bei Krankheitssymptomen ist es gut, regelmäßig das Fenster aufzureißen, um ansteckende Tröpfchen herauszulüften. Das senkt das Risiko, dass wenige Tage später alle anderen im Haushalt auch mit Husten und Schnupfen zu kämpfen haben. Zur Ärztin oder zum Arzt sollte man gehen, wenn das Fieber länger anhält, Atemnot dazukommt, man sich sehr krank fühlt oder Vorerkrankungen hat.
Restbestände an Antibiotika aus der Hausapotheke einzuwerfen, ist jetzt allerdings keine gute Idee. Diese Medikamente wirken bei durch Viren ausgelösten Erkrankungen nämlich nicht.
Letzter Tipp ist, sich in Akzeptanz zu üben. Es gibt nämlich kein Wundermittel, das die Erkältung wegzaubert. Wie bei im Winter gilt nämlich auch im Sommer die Faustregel: »Ohne Medikamente dauert ein grippaler Infekt eine Woche. Mit Medikamenten sieben Tage«, sagt Andrew Ullmann.
Ob im Sommer oder Winter: Schmerzt der Hals, können Lutschtabletten guttun, ebenso (Erkältungs-)Tees. »Auch kühle Getränke sind nicht so falsch«, sagt Andrew Ullmann. Hinzu kommt: Je nach Außentemperatur ist einem vielleicht nicht wirklich nach Heißgetränken, um das Kratzen im Hals zu mildern. »Ein Eis ist eine gute Idee, auch wenn ich Fieber habe«, sagt Eva Hummers. Plus: Der Griff ins Eisfach kann im besten Fall sogar für etwas Sommer-Feeling im Krankenlager sorgen.
Hinter Schnupfen und Halskratzen kann im Sommer auch Heuschnupfen stecken. Die Symptome sind ähnlich, bei genauerem Betrachten lassen sie sich jedoch meist gut unterscheiden. Mehr dazu lesen Sie hier.