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Ernährung kurz & knackig
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Warum im Alter die Nährstoffdichte wichtig ist

Bei älteren Menschen ab 65 Jahren wird der Ernährungsstatus durch verschiedene Faktoren beeinflusst, etwa die veränderte Körperzusammensetzung. Entscheidend ist: Mit sinkendem Energiebedarf steigt die Bedeutung der Nährstoffdichte.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 14.06.2026  12:00 Uhr

Im höheren Alter sinkt die Muskelmasse und viele Stoffwechselabläufe verändern sich, was mit einem niedrigeren Grundumsatz einhergeht. Während weniger der Energielieferanten Kohlenhydrate und Fett benötigt werden, bleibt der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen weitgehend gleich, der Eiweißbedarf ist etwas erhöht. Ein Fokus sollte daher auf der Mikronährstoffdichte der Mahlzeiten und ausreichender Proteinzufuhr liegen.

Eine Mangelernährung ist unbedingt zu vermeiden, denn sie hat Auswirkungen auf Kraft, Mobilität und Lebensqualität. Besonders der Verlust von Muskelmasse (Sarkopenie) spielt eine zentrale Rolle: Er kann zu einem »Teufelskreis der Gebrechlichkeit« führen und die Selbstständigkeit im Alltag gefährden.

Was im Alter zu beachten ist:

  • erhöhter Proteinbedarf: circa 1,0–1,2 g/kg Körpergewicht inklusive etwa 2,5 Gramm Leucin pro Mahlzeit; bei akuten oder chronischen geriatrischen Erkrankungen unter Umständen höherer Bedarf (1,2 bis 1,5 g/kg KG) → gegebenenfalls Proteinanreicherung erwägen
  • proteinreiche Ernährung mit Krafttraining kombinieren
  • kritische Mikronährstoffe im Blick behalten , besonders Vitamin B12 und Vitamin D (oft Supplementation erforderlich); außerdem wichtig: Vitamin A, zum Beispiel in tierischen Lebensmitteln beziehungsweise Beta-Carotin in Obst und Gemüse wie Paprika, Möhren oder Aprikosen; Vitamin E, zum Beispiel in pflanzlichen Ölen; Calcium , zum Beispiel in Milchprodukten, einigen Gemüsesorten, Nüssen, calciumreichem Mineralwasser
  • ausreichend trinken, etwa 1,3 bis 1,5 Liter über den Tag verteilt
  • Hemmnisse bei der Ernährung wie Kau- und Schluckbeschwerden frühzeitig erkennen und beheben
  • keine restriktiven Diäten durchführen

Mini-Wissen

Im Alter sind die sensorischen Wahrnehmungen verringert, was sich auf den Appetit auswirken kann. Es braucht eine höhere Konzentration an Aromen.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen können den Ernährungsstatus beeinflussen, beispielsweise durch Mundtrockenheit, Appetitminderung oder Mikronährstoffeffekte.

Auch übergewichtige oder adipöse Menschen können von Mangelernährung und Sarkopenie betroffen sein.

Alltags-Boost

Schon kleine Routinen machen einen Unterschied:

  • auf ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse achten
  • proteinreiche Komponenten in jede Mahlzeit einbauen (zum Beispiel Joghurt, Hülsenfrüchte, Eier)
  • gemeinsam essen und auf eine ansprechende Präsentation der Mahlzeit achten

Quelle: Was bei der Ernährung im Alter zu beachten ist (PTA-Forum, Pharmacon Schladming 2023) 

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