| Juliane Brüggen |
| 14.06.2026 12:00 Uhr |
Gemüse- und proteinreich, das sollten Schwerpunkte der Ernährung sein. Aber auch andere Faktoren sind wichtig, zum Beispiel ein ansprechendes Anrichten oder soziale Kontakte. / © Getty Images/PixelCatchers
Im höheren Alter sinkt die Muskelmasse und viele Stoffwechselabläufe verändern sich, was mit einem niedrigeren Grundumsatz einhergeht. Während weniger der Energielieferanten Kohlenhydrate und Fett benötigt werden, bleibt der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen weitgehend gleich, der Eiweißbedarf ist etwas erhöht. Ein Fokus sollte daher auf der Mikronährstoffdichte der Mahlzeiten und ausreichender Proteinzufuhr liegen.
Eine Mangelernährung ist unbedingt zu vermeiden, denn sie hat Auswirkungen auf Kraft, Mobilität und Lebensqualität. Besonders der Verlust von Muskelmasse (Sarkopenie) spielt eine zentrale Rolle: Er kann zu einem »Teufelskreis der Gebrechlichkeit« führen und die Selbstständigkeit im Alltag gefährden.
Was im Alter zu beachten ist:
Im Alter sind die sensorischen Wahrnehmungen verringert, was sich auf den Appetit auswirken kann. Es braucht eine höhere Konzentration an Aromen.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen können den Ernährungsstatus beeinflussen, beispielsweise durch Mundtrockenheit, Appetitminderung oder Mikronährstoffeffekte.
Auch übergewichtige oder adipöse Menschen können von Mangelernährung und Sarkopenie betroffen sein.
Schon kleine Routinen machen einen Unterschied:
Fazit: Der Körper verändert sich mit steigendem Alter. Die richtige Ernährung kann dazu beitragen, Gebrechlichkeit und Stürzen entgegenzusteuern.
Quelle: Was bei der Ernährung im Alter zu beachten ist (PTA-Forum, Pharmacon Schladming 2023)