PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

Polyzystisches Ovarialsyndrom
-
Warum PCOS zu PMOS wird

Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) erhält einen neuen Namen, wie auf dem Europäischen Kongress für Endokrinologie in Prag bekanntgegeben wurde. Was der neue Name bedeutet und warum die Umbenennung so wichtig ist.
AutorKontaktPZ
Datum 23.05.2026  11:00 Uhr

Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) soll fortan polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS) heißen. An dem mehrstufigen globalen Konsensprozess zur Umbenennung waren 56 Fachgesellschaften und Patientenorganisationen beteiligt. Das Positionspapier wurde im Fachjournal »The Lancet« veröffentlicht.

Jede achte Frau ist von der Erkrankung betroffen, weltweit also mehr als 170 Millionen Frauen. Sie ist  durch ein hormonelles Ungleichgewicht etwa bei Insulin, Androgenen und weiblichen Sexualhormonen gekennzeichnet, was sich auf Gewicht, Stoffwechsel, psychische Gesundheit, Haut und Fortpflanzungssystem auswirkt.

»Wir wissen heute, dass es tatsächlich keinen Anstieg abnormaler Zysten am Eierstock gibt und die vielfältigen Merkmale der Erkrankung oft nicht erkannt wurden«, erklärte Professor Dr. Helena Teede, Leiterin des Monash Centre for Health Research & Implementation in Melbourne, Australien, die federführend an dem Konsensusprozess beteiligt war. Bis zur Diagnosestellung vergingen oft bis zu zwei Jahre mit zahlreichen Arztbesuchen.

Durch den neuen Namen sollen Diagnose, Versorgung, Forschung und öffentliche Wahrnehmung verbessert werden. Die Umbenennung, etwa in Informationsmaterial und Leitlinien, soll schrittweise nach Veröffentlichung des Konsenspapiers erfolgen und innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein.

TEILEN
Datenschutz
Mehr von Avoxa