| Barbara Döring |
| 12.08.2026 12:00 Uhr |
Auch wenn es vielleicht die Leibspeise ist – auf manche Produkte sollten Frauen in der Schwangerschaft dem Ungeborenen zuliebe besser verzichten. Rohe Lebensmittel vom Tier wie Tartar, Salami oder roher Schinken, roher Fisch, wie er in Sushi oft enthalten ist, oder Rohmilch und Produkte daraus können Erreger enthalten, die Infektionen wie Listeriose oder Toxoplasmose auslösen. Sie sind zwar selten, für das Ungeborene jedoch gefährlich und bergen das Risiko von Früh- und Totgeburten. Auch Räucherfisch und Weichkäse sind mitunter mit Listerien kontaminiert. Salat, auch vorgewaschener aus der Tüte, sollte vor dem Verzehr gewaschen werden. Eier sind am besten durchgegart zu genießen, um eine Salmonelleninfektion zu vermeiden.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt Schwangeren und Stillenden außerdem, auf Fische mit hohen Methylquecksilbergehalten zu verzichten, dazu gehören etwa Hai, Schwertfisch, Heilbutt oder Thunfisch.
Weniger Zucker essen, ist ein gut gemeinter Tipp. Doch wie sollen Frauen damit umgehen, wenn sie immer wieder der Heißhunger auf Schoko und Gummibärchen heimsucht? Von solchen Gelüsten in anderen Umständen können schätzungsweise mehr als die Hälfte der Frauen ein Lied singen. Gegen die Heißhungerattacken hilft es meist, regelmäßig kleine Mahlzeiten wie Obst oder Nüsse zu sich zu nehmen. Wenn die Gier auf Süßes dennoch kommt, sind ein Stück Obst oder eine Möhre die bessere Wahl als Kuchen und Kekse.
Gerade in der Schwangerschaft kommen oft Gelüste auf. Regelmäßige kleine Mahlzeiten können einem Übermaß an Süßigkeiten oder Snacks vorbeugen. / © Getty Images/Ana Maria Serrano
Manchmal kommt es vor, dass Schwangeren eher mangelnder Appetit zu schaffen macht. Auch dann können regelmäßige kleine Mahlzeiten, statt drei großer Portionen täglich, hilfreich sein. Die Speisen stärker zu würzen, kann helfen, den Appetit anzuregen. Bei morgendlicher Übelkeit empfiehlt sich schon vor dem Aufstehen ein kleiner Snack, etwa ein Zwieback oder ein Knäckebrot. Auch eine Tasse Ingwertee vertreibt so manches Unwohlsein. Ist die Unlust aufs Essen so groß, dass Frauen in der Schwangerschaft deutlich abnehmen, ist ärztlicher Rat gefragt.