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Ruhe hilft am meisten
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Was tun bei Pseudokrupp-Anfall?

Plötzlich einsetzender bellender Husten und Atemnot in der Nacht – Ein Pseudokrupp-Anfall kann für Eltern und Kinder dramatisch wirken. In erster Linie gilt jetzt: Ruhe bewahren!
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 05.03.2026  08:00 Uhr

Stress und Panik vermeiden

Die erste Regel beim Pseudokrupp-Anfall laut: Ruhe bewahren! Sowohl das Kind muss ruhig bleiben als auch die betreuende Person. »Stress kann dazu führen, dass der Kehlkopf weiter anschwillt und die Atemwege noch enger werden«, so Prast. Panik verschlimmert die Symptome also. Der Apotheker empfiehlt Eltern, das Kind beispielsweise auf den Schoß zu nehmen und mit ihm in einen ruhigen, abgedunkelten Raum zu gehen. »Animieren Sie das Kind auch zum Atmen durch den offenen Mund, denn das verbessert die Sauerstoffzufuhr.«

Oftmals wird Eltern außerdem empfohlen, das Kind beim Anfall kalte, feuchte Luft einatmen zu lassen – sich also etwa mit ihm vor den offenen Kühlschrank oder im Winter vor ein geöffnetes Fenster zu stellen. Diese Empfehlung habe allerdings keine gute Evidenz, betonte Prast. In Studien habe man bei feuchter, kalter Luft keine Vorteile gegenüber normaler Raumluft gefunden. Dennoch sollte man diese Empfehlung nicht verbannen, sagte Prast. »Es kann durchaus Sinn machen, gerade unsicheren Eltern diese Empfehlung an die Hand zu geben«, betonte er. Diese wüssten dann, wie sie sich im Notfall verhalten sollen – und dieser systematische Ablauf beruhigt wiederum die Eltern und damit auch das Kind.

Keinesfalls sollten Eltern eine invasive Racheninspektion vornehmen, warnte Prast. Sie würden dazu etwa die Hand, einen Spatel oder ähnliches in den Mund stecken, um zu schauen, ob das Kind etwas verschluckt hat. »Das sorgt jedoch für Stress beim Kind und das kann die Atemwege weiter verengen.«

Ist es nicht der erste Pseudokrupp-Anfall, haben die Eltern wahrscheinlich ein Notfallmedikament mit einem Glucocortioid (zum Besipiel InfectoDexaKrupp® Saft, Klismacort® Rektalkapseln oder Rectodelt® Zäpfchen) zuhause, das sie verabreichen können. Die Wirkung tritt in der Regel nach einer halben Stunde ein. Bessern sich die Beschwerden jedoch nicht oder verschlimmert sich der Zustand des Kindes sogar, sollte ein Notruf abgesetzt werden.

Im Krankenhaus könne dann bei absinkender Sauerstoffsättigung Sauerstoff gegeben werden, erläuterte Prast. Häufig wird auch Epinephrin (Adrenalin) inhalativ angewendet; Es verengt die Gefäße, wodurch die Schleimhäute recht schnell abschwellen. »Epinephrin wirkt allerdings maximal zwei Stunden, der Pseukrupp-Anfall kann aber auch mal länger andauern«, so Prast. Daher gibt man häufig direkt parallel ein Glucocorticoid dazu.

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