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Herzinfarkt
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Weniger Todesfälle, aber neue Herausforderungen

Die Sterberate durch Herzinfarkte ist zuletzt deutlich gesunken. Was der aktuelle Herzbericht über Ursachen, Trends und Herausforderungen der Versorgung zeigt.
AutorKontaktdpa
Datum 19.09.2026  14:00 Uhr

Blick auf das Alter der Erkrankten

Generell steigt in der Altersgruppe ab 70 Jahren der Anteil der kardiovaskulären Erkrankungen an allen Todesursachen. Angesichts des Alterns der Gesellschaft dürfte der Anteil von Herz-Kreislauf-Erkrankungen an den Todesursachen noch deutlich zunehmen, heißt es im Herzbericht.

»Die herzmedizinische Versorgung stellt diese Entwicklung vor große Herausforderungen und erfordert eine interdisziplinäre multiprofessionelle und sektorenübergreifende Versorgung« – von ambulanten Hausarztpraxen über niedergelassenen Kardiologen bis hin zu den Kardiologen und Herzchirurgen in den Krankenhäusern.

Auch Jüngere können Herzerkrankungen haben

Auch jüngere Menschen sind mitunter von Herzerkrankungen betroffen. Bereits ab dem Alter von 40 Jahren seien steigende Hospitalisationsraten durch Koronare Herzkrankheit und Herzrhythmusstörungen zu erkennen, heißt es.

Es komme darauf an, Risikopatienten zu identifizieren und Risikofaktoren mithilfe von Lebensstilmaßnahmen und möglicherweise auch Medikamenten einzustellen. So könnten Bluthochdruck, Fettleibigkeit, Diabetes sowie Rauchen und Alkoholkonsum etwa Vorhofflimmern und die Verengung von Herzkranzgefäßen fördern.

Weiterhin viele Krankenhausaufenthalte

Insgesamt wurden 2024 mehr als 1,65 Millionen herzbedingte Krankenhausaufenthalte gezählt, ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Allein durch Koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz – also Herzschwäche – gebe es pro Jahr rund 1,5 Millionen Klinikeinweisungen.

Ins Auge fällt laut Herzbericht, dass bei einer Herzschwäche ab einem Alter von 60 Jahren vollstationäre Aufnahmen ins Krankenhaus kontinuierlich zunehmen und ab 65 Jahren steil ansteigen. Mit zunehmendem Alter steige bei diesen Patienten das Risiko einer sogenannten akuten Dekompensation – also einer Komplikation, bei der sich die Herzfunktion plötzlich massiv verschlechtert. Bei engmaschiger Betreuung könnten Krankenhausaufenthalte vermieden werden, heißt es im Bericht. Für vulnerable Gruppen sei zudem die von der STIKO empfohlene Grippeimpfung besonders wichtig.

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