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Hörverlust
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Wenn die Welt plötzlich leiser wird

Die Geräusche der Welt in Watte gepackt, doch was steckt dahinter? Plötzlicher Gehörverlust ist kein einheitliches Krankheitsbild: Mal beginnt er nach einem Schwimmbadbesuch, nach oder während einer Erkältung oder in einer besonders stressigen Lebensphase.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 06.07.2026  16:00 Uhr
Wenn die Welt plötzlich leiser wird

Die Ursachen, die einer verminderten Hörleistung zugrunde liegen, sind vielfältig. Gerade im Sommer ist eine sogenannte Bade-Otitis nichts Ungewöhnliches. Hierbei entzündet sich der Gehörgang, verursacht meistens durch Bakterien, manchmal aber auch durch Viren oder Pilze, die beim Baden hineingelangen. Das Wasser in Schwimmbädern, Seen oder im Meer weicht die Haut im äußeren Gehörgang auf und mindert den natürlichen Fettschutz. So haben die Keime leichtes Spiel. Doch auch eine allergische Reaktion – etwa auf ein neues Shampoo – kann die Beschwerden verursachen. Eine Otitis externa kann auch ohne Wasserkontakt entstehen. So begünstigen kleine Verletzungen durch Wattestäbchen sowie das häufige Tragen von In-Ear-Kopfhörern oder Hörgeräten Entzündungen.

Eine Gehörgangsentzündung kann sehr schmerzhaft sein und den gesamten Bereich des äußeren Ohrs – also von der Ohrmuschel bis zum Trommelfell – betreffen. Die Haut im entzündeten Bereich ist gerötet, juckt und angeschwollen, manchmal schuppt sie sich oder sondert Flüssigkeit ab. Das Ohr kann sich dadurch »verstopft« anfühlen und das Hörvermögen abnehmen. Das Ohr ist berührungsempfindlich und schmerzt bei Druck oder Zug an der Ohrmuschel.

Kommen Patienten mit Beschwerden in die Apotheke, können PTA die Patienten zunächst mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Paracetamol versorgen und anschließend zur weiteren Abklärung an einen HNO-Arzt verweisen. Denn an erster Stelle steht laut der S2k-Leitlinie Ohrenschmerzen der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) eine fachgerechte Reinigung des Gehörgangs.

Anschließend kann eine lokale Therapie mit antibiotischen oder cortisonhaltigen Ohrentropfen erfolgen. Ist eine Behandlung mit verschreibungspflichtigen Mitteln nicht angezeigt, können Ohrentropfen aus dem OTC-Bereich zum Einsatz kommen. So mindern beispielsweise Ohrentropfen mit Phenazon Schmerzen und Entzündungen (zum Beispiel Otalgan®), während Präparate mit Glycerol (etwa Otodolor®) die Haut reinigen und pflegen und aufgrund der osmotischen Wirkung die Schwellung und somit auch die Schmerzen am Ohr reduzieren.

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