| Caroline Wendt |
| 06.07.2026 16:00 Uhr |
Doch nicht immer müssen körperliche Veränderungen oder Erkrankungen einem Gehörverlust zugrunde liegen: Ein Hörsturz ist durch einen plötzlichen, meist einseitigen Hörverlust charakterisiert, bisweilen begleitet von einem Tinnitus oder Drehschwindel. Die pathologische Ursache ist nach wie vor nicht bekannt. Als möglicher Auslöser wird unter anderem Stress diskutiert, ein eindeutiger Zusammenhang ist jedoch bislang nicht belegt. Ein plötzlicher Hörsturz kann bei den Betroffenen Panik auslösen. Doch hier können PTA beruhigen: Es handelt sich nicht um einen medizinischen Notfall. Bei leichten Beschwerden bessern sich die Symptome nach ein bis zwei Tagen von allein. Einen Arzt sollten die Patienten dennoch rasch aufsuchen, auch um andere Erkrankungen wie einen Paukenerguss auszuschließen. Tritt keine Besserung ein, erhalten die Patienten in der Regel eine Therapie mit Glucocorticoiden.

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Für Patienten, die unter einer chronischen Hörminderung leiden – auch wenn sie bereits mit einem Hörgerät versorgt sind – ist weniger die Lautstärke als vielmehr die Klangqualität entscheidend. Sie haben oft den Eindruck, dass ihre Gesprächspartner nuscheln oder undeutlich sprechen. Insbesondere hohe Töne (und hohe Kinder- oder Frauenstimmen) sowie helle Konsonanten wie F, SCH, T oder P werden nur erschwert wahrgenommen.
Ein weiteres Problem ist der sogenannte Cocktailparty-Effekt: Bei vielen Hintergrundgeräuschen fällt es vielen Patienten mit Hörminderung schwer, ein Gespräch zu verstehen – alles erscheint wie ein einziger Geräuschbrei.
Das kann auch im Beratungsgespräch in der Apotheke zum Problem werden. Eine ruhigere Atmosphäre, etwa im separaten Beratungszimmer, kann helfen, Patienten das Hören zu erleichtern. Des Weiteren sollten PTA oder Apotheker nicht laut sprechen, sondern langsam und deutlich, in kurzen, bildhaften Sätzen und möglichst ohne Fremdwörter. Natürliche Gestik und Mimik können den Hörgeschädigten zudem helfen, das gesprochene Wort zu verstehen. Viele profitieren auch davon, wenn sie die Lippenbewegungen gut erkennen können.
Treten bei einem Telefonat mit einem hörgeschädigten Patienten Probleme auf, sollten PTA deutlich und sehr langsam sprechen. Zudem kann es helfen, die Hand über der Sprechmuschel zu einem Trichter zu formen.