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Praxisbericht
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Wie die PTA-Anerkennung abläuft

PTA-Ausbildungen, die in einem anderen Land absolviert wurden, werden in Deutschland nicht ohne weiteres anerkannt. Es braucht viel Zeit und Nerven. Die Pharmazeutische Zeitung (PZ) hat eine PTA aus der Ukraine begleitet.
AutorKontaktPZ
Datum 28.05.2025  08:00 Uhr

Auf der Suche nach der richtigen PTA-Schule

Auf der Suche nach einer Schule machten sich Vakulik und Buthe gemeinsam auf den Weg nach Hannover  zum Tag der offenen Tür einer PTA-Schule. Zwar hätte Vakulik den Anerkennungskurs an dieser Schule machen können, doch das Konzept fand Buthe nicht überzeugend. Die Schule habe ihm mitgeteilt, dass sie ihn dabei nicht besonders unterstützen könne, erinnert sich der Apotheker.

Auch Apothekerin Marieke Mundt von der Marien Apotheke in Hannover hat eine ähnliche Erfahrung gemacht. »Wir möchten eine ukrainische Kollegin bei ihrer Anerkennung zur PTA unterstützen und haben uns bei verschiedenen Institutionen nach entsprechenden Anerkennungslehrgängen informiert«, sagt Mundt auf Anfrage der PZ. Eine PTA-Schule in Hannover könne den Anerkennungslehrgang durchführen, sagt die Apothekerin und fügt hinzu: »Leider scheitert es nun an einer entsprechenden Förderung durch die Arbeitsagentur.«

Denn damit die Kosten eines Kurses von der Agentur für Arbeit übernommen werden, muss eine AZAV-Zertifizierung, also eine Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung, vorliegen. Diese kostet jedoch nicht nur Geld, sondern auch sehr viel Zeit.

Völker-Schule Osnabrück: Einmaliges Angebot in Deutschland

»Da gehört natürlich ganz viel dazu«, sagt Lina Kalmer im Telefoninterview mit der PZ. Sie ist Leiterin der Akademie für Weiterbildung der Völker-Schule Osnabrück. Die Schule bietet PTA-Anerkennungskurse mit AZAV-Zertifizierung an. Insgesamt koste die Zertifizierung zwischen 3000 und 4000 Euro. »Und dann kommt natürlich noch die hausinterne Arbeitszeit dazu«, so Kalmer.

Für ihr deutschlandweit einmaliges Konzept hat die Völker-Schule Osnabrück den Apostart-Award 2023 gewonnen. Sogar das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin empfiehlt die Schule »wegen des in Berlin aktuell fehlenden Angebots«, wie die Pressestelle auf Anfrage mitteilt.

Auch andere Schulen unterstützen beim Anerkennungsprozess. So etwa die PTA-Bernd-Blindow-Schule in Heilbronn und Mannheim, wo ausländische Anerkennungsschüler im Unterricht mitlaufen. Dort gibt es bislang jedoch noch keine extra Vorbereitungskurse. Eine AZAV-Zertifizierung liegt ebenfalls noch nicht vor. »Daran arbeiten wir und erwarten, dass wir sie 2026 genehmigt bekommen«, sagt Silke Dittmar, Schulleiterin der Bernd-Blindow-PTA-Schulen, auf Anfrage der PZ.

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