| Isabel Weinert |
| 31.08.2026 10:00 Uhr |
Regelmäßig gehen oder wandern muss nicht »Lymphatic Walking« heißen, um gesund zu sein. / © Getty Images/Vladimir Vladimirov
Altes Thema mit neuem Namen: Lymphatic Walking ist nichts anderes als langsames Gehen, bei dem man allerdings – und das ist neu – ganz besonders auf eine aufrechte Haltung, eine tiefe Bauchatmung achtet und darauf, dass die Arme locker mitschwingen. Zehn bis 30 Minuten sollen Menschen am besten täglich und vorzugsweise nach dem Essen auf diese Weise durch die Welt wandeln.
Aber warum? Das Lymphsystem des Menschen verfügt, anders als das Herz-Kreislauf-System, nicht über eine eigene Pumpe, die die Lymphe kontinuierlich durch den Körper treibt. Vielmehr sind es vor allem Muskeln und Atmung, die die Lymphflüssigkeit bewegen. Geht ein Mensch, dann wirken die Wadenmuskeln als Lymphpumpe, und die tiefe Zwerchfellatmung, auf die man beim Lymphatic Walking achtgeben soll, unterstützt das Geschehen.
Fazit: Gehen nutzt jedem Menschen, seinem Herz-Kreislauf-System, dem Verbrauch von Kalorien, der Verdauung und der Lymphtätigkeit. Das ist allerdings nicht neu. Doch wen der Hype ums Lymphatic Walking dazu bringt, endlich regelmäßig in die Gänge zu kommen, der profitiert eindeutig vom Trend. Auch dann, wenn manche Aussage über die Wirkungen völlig überzogen und falsch ist: Weder wird »entgiftet«, noch »reinigt« sich die Lymphe.