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Neue Lunge als letzte Option
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Wie Patienten mit Lungenfibrose weiterleben

Lungenfibrose lässt das Gewebe vernarben und erschwert die Atmung. Medikamente können das Fortschreiten bremsen — doch oft bleibt nur eine Transplantation als Ausweg. Wie das Leben danach weitergeht.
AutorKontaktdpa
Datum 17.06.2026  13:00 Uhr

Bei einer Lungenfibrose, unter der die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit leidet, vernarbt das Gewebe des Organs immer stärker. Die Atmung wird erschwert. Die Krankheit ist nicht heilbar, ihr Voranschreiten kann jedoch durch Medikamente oder Bekämpfung der Ursachen verzögert werden. Manchmal muss die Lunge transplantiert werden — so wie bei Mette-Marit, die nun eine neue Lunge erhalten hat.

Lungenfibrose ist ein Sammelbegriff, der verschiedene Erkrankungen umfasst. Zu den möglichen Auslösern zählen unter anderem Lungenkrankheiten, Allergene, rheumatoide Arthritis und Medikamente. Allen Erkrankungen gemeinsam ist eine chronische Entzündung des Lungengewebes, das dabei zunehmend vernarbt.

Dadurch kann Sauerstoff immer schlechter von den Lungenbläschen aufgenommen werden und in den Blutkreislauf gelangen. Es kommt zunächst bei körperlicher Belastung zu trockenem Reizhusten und Atemnot durch erschwertes Einatmen, später geschieht dies auch im Ruhezustand.

Lungentransplantation verlängert Leben deutlich

In Deutschland kann ein Patient auf eine Warteliste für eine Lungentransplantation kommen, wenn die Lebensqualität hochgradig eingeschränkt oder das Leben gefährdet ist und weitere Bedingungen erfüllt sind.

Im Jahr 2025 gab es der Deutschen Stiftung Organtransplantation zufolge insgesamt 334 Lungentransplantationen wegen verschiedener Erkrankungen. Im Vergleich zum Leben vor der Transplantation gebe es danach einen deutlichen Zugewinn der Lebensqualität.

»Das Leben danach ist nicht so wie das 20 Jahre zuvor. Es ist ein neues Leben«, sagt Fabio Ius, Leiter des Lungentransplantationsprogramms an der Medizinischen Hochschule Hannover. Viele transplantierte Menschen könnten nach einigen Wochen aber wieder arbeiten.

Leben nach Lungentransplantation: Risiken und Medikamente

Damit das Organ nicht abgestoßen wird, seien lebenslang Immunsystem unterdrückende Medikamente nötig. Dadurch sei der Körper anfälliger für Infekte und insbesondere für die der Lunge, da sie sehr viel Kontakt zur Außenwelt habe. »Ohne Mundschutz sollten Betroffene im Winter weder im Zug noch im Flugzeug sitzen.«

Nach mehreren Jahren könne es bei einigen Transplantierten zu einer chronischen Abstoßung der Lunge kommen. »Die Organfunktion nimmt trotz Immuntherapie ab«, sagt Ius. In ausgewählten Fällen werde dann erneut transplantiert. Die nötigen Medikamente hätten auch Auswirkungen auf das Herzkreislaufsystem, die Nierenfunktion, die Entwicklung von Tumoren und könnten Diabetes verstärken.

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