In tiergestützten Therapien kommen häufig Hunde und Pferde zum Einsatz. Aber auch Esel, Alpakas und Lamas können bei tiergestützten Interventionen unterstützen. Es gibt nicht zuletzt Angebote mit Ziegen, Schafen oder Schweinen, zum Beispiel auf Bauernhöfen.
Grundvoraussetzung ist die Einhaltung von Tierschutzrichtlinien. Auch ethische Aspekte spielen beim Einsatz in Therapiesettings eine Rolle. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbunds sind etwa kleine Heimtiere wie Kaninchen und Meerschweinchen nicht für die Therapie geeignet. Zumindest, wenn es darum geht, sie anzufassen und nicht nur zu beobachten. Werden Kaninchen oder Meerschweinchen hochgehoben, ist das für die Tiere meist purer Stress.
Beim Bundesverband Tiergestützte Intervention oder den Dachverbänden ISAAT und ESAAT (European Society for Animal Assisted Therapy) sind Anbieter mit entsprechender Grund- und Zusatzausbildung aufgeführt. »Achten Sie immer auf den Grundberuf, also etwa einen staatlich zugelassenen Ergotherapeuten, der eine Zusatzausbildung für seinen therapeutischen Tiereinsatz hat«, rät Andrea Beetz. Am besten habe der Therapeut oder die Therapeutin schon einige Jahre ohne Tier gearbeitet und sei routiniert genug, um sich auf das Tier konzentrieren zu können. Das ist wichtig, um auf Stresssignale des Tieres achten, ihm ausreichend Pausen gönnen und Rückzugsorte bieten zu können.
Außerdem sollte es ein Hygiene- und Transportkonzept und Vorkehrungen für eventuelle Unfälle geben. Gewerbliche Anbieter müssen eine tierartspezifische Sachkunde nachweisen können.
Diese Frage klärt man am besten mit dem Anbieter oder Therapeuten der Wahl. »Viele sind mit Herzblut dabei und bereit zum Dialog«, sagt Beetz. Häufig muss eine erste Teststunde jedoch selbst bezahlt werden.
Die Kosten können je nach Angebot stark variieren. Bei tiergestützten Interventionen handelt es sich in der Regel nicht um anerkannte Therapieverfahren. In der Regel übernimmt die Krankenkasse Beetz zufolge nur die Kosten für eine reguläre Psycho- oder Physiotherapie. Die zusätzlichen Kosten für den Einsatz des Tieres werden häufig nicht erstattet.
Hinter größeren Instituten, die beispielsweise Hippotherapie anbieten, stehen häufiger Fördervereine, die Kosten teilweise mit Hilfe von Spenden übernehmen.