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Geburtsverletzungen
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Wundpflege im Wochenbett

Die Euphorie über das Baby mag die schmerzhaften Läsionen im Intimbereich vergessen lassen. Doch auch geburtsbedingte Verletzungen benötigen Pflege, damit Komplikationen wie Wundheilungsstörungen und Infektionen möglichst ausbleiben. Dabei helfen Klassiker aus der Apotheke.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 30.11.2021  12:30 Uhr

Wann zum Arzt?

Bei allen Verletzungen ist Hygiene wichtig, um zu verhindern, dass Keime vom After in die Wunde gelangen. Hier gilt der allgemeine Tipp, dass Frauen den Po nach dem Stuhlgang immer von vorne nach hinten abputzen. Nach dem Toilettengang spült die Frau am besten die Scheide mit klarem warmem Wasser. Zur Reinigung kann die PTA milde, seifenfreie Produkte mit Milchsäure empfehlen, wie in Multi-Gyn® FemiWash.

Eine erhöhte Gefahr, sich eine Scheideninfektion sowie aufsteigende Infektionen aus der Scheide über die Gebärmutter zuzuziehen, besteht im Wochenbett auch infolge eines Östrogenmangels. Dadurch fehlen Laktobazillen (Milchsäure) in der Vaginalflora, die die Scheide vor Infektionen und Bakterien schützen. Bei auffällig riechendem Wochenfluss, Fieber oder Unterbauchschmerzen ist es angebracht, den Frauenarzt aufzusuchen, da eine Scheiden- oder Gebärmutterinfektion vorliegen könnte. Auch wenn sich Wunden oder Narben entzünden, Eiter austritt oder sich ein Wulst bildet, ist Rücksprache mit dem Arzt ratsam. Es kommt auch vor, dass ein Dammriss- oder -schnitt zu eng genäht wird und die Nähte unangenehm ins Gewebe einschnüren. Ein Arzt muss dann die Fäden entfernen und die Wunde neu verschließen. 

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