| Barbara Döring |
| 09.06.2026 16:00 Uhr |
Zu häufig beschäftigen sich bereits Kinder unter zwei Jahren mit digitalen Geräten – auf Kosten der Gesundheit. / © Getty Images/NoelUroz
Wissenschaftler der »iADDICT Forschungsgruppe«, an der vier britische Universitäten beteiligt sind, haben für die Analyse Tausende Studien ausgewertet und Eltern und Betreuungspersonen befragt. Demnach nutzen mehr als 70 Prozent der Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren Bildschirme – einige von ihnen mehrere Stunden am Tag. Die Analyse ergab zudem, dass eine längere Bildschirmnutzung bei Babys mit einer schlechteren Entwicklung wie Übergewicht, Kurzsichtigkeit, Schlafstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Sprachentwicklungsstörungen und im späteren Leben Schwierigkeiten beim Aufbau von Freundschaften einhergeht.
Da in der Zeit von der Schwangerschaft bis zum zweiten Lebensjahr die Grundlagen für die spätere Gesundheit gelegt würden, sei die Entwicklung ein dringendes Problem der öffentlichen Gesundheit. Die Lösung ist laut den Forschenden nicht, Eltern einen Vorwurf zu machen, die Kindern oft Bildschirmmedien anböten, um mit dem Alltagsstress umzugehen. Informationen zu einer gesundheitlich vertretbaren Nutzung von digitalen Medien gibt die Website »www.schau-hin.info«.