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Gürtelrose
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8 wichtige Fragen und Antworten zur Erkrankung

Jahrzehntelang schlummern Viren im Körper, dann wachen sie wieder auf: Eine Gürtelrose ist nicht nur unheimlich, sondern oft auch schmerzhaft. Was man wissen muss – von Symptomen bis Verhaltenstipps.
AutorKontaktdpa
Datum 05.11.2026  10:00 Uhr

3. Was tun bei Gürtelrose-Verdacht?

Schon bevor sich die ersten Bläschen zeigen, bemerken Betroffene typischerweise ein Kribbeln oder Stechen, allgemeine Mattheit und unspezifische Schmerzen, die sich wie Muskelkater anfühlen können. Alexander Dalpke rät: »Bei Verdacht auf Gürtelrose unbedingt schnell zum Arzt gehen. Antivirale Mittel wie Aciclovir bremsen das Virus und lindern Schmerzen – aber nur, wenn sie im Anfangsstadium gegeben werden.«

Vor allem aber reduziert die Behandlung das Risiko für schwerwiegende Komplikationen und anhaltende Nervenschmerzen. Übrigens: Bei schweren Verläufen kann eine stationäre Behandlung im Krankenhaus nötig sein.

4. Wie lange dauert die Erkrankung?

Der Verlauf dauert meist 2 bis 4 Wochen. Danach ist der Spuk längst nicht immer vorbei: »Bei bis 20 Prozent aller Patienten entwickelt sich eine sogenannte Post-zoster-Neuralgie, auch postherpetischer Schmerz genannt«, sagt Daniela Hartmann: »Dabei handelt es sich um quälende Nervenschmerzen, die oft jahrelang andauern.« Fies: Von ihnen können auch Augen und Ohren betroffen sein, dann besteht zudem das Risiko von Hörverlust und Sehschäden.

5. Wer ist besonders gefährdet für eine Gürtelrose?

Oft trifft es Ältere. »350.000 bis 400.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland daran, 2 Drittel davon sind über 50 Jahre alt«, fasst Daniela Hartmann zusammen. Chronische Erkrankungen, Stress oder eine Immunschwäche aufgrund von Therapien erhöhen das Risiko, dass es einen erwischt.

6. Ist Gürtelrose ansteckend?

»Die Gürtelrose ist deutlich weniger ansteckend als die Windpocken, die per Tröpfcheninfektion quasi mit dem Wind übertragen werden können – daher auch der Name«, sagt Alexander Dalpke.

Wenn man die Bläschen der Gürtelrose gut abdeckt, ist die Ansteckungsgefahr gering. Gerade den Kontakt mit Schwangeren, Säuglingen und Immunschwachen sollte man dennoch meiden. Kommt es zu einer Ansteckung, erkrankt der oder die Angesteckte übrigens nicht an Gürtelrose, sondern an Windpocken.

7. Es gibt eine Impfung gegen Gürtelrose. Für wen ist sie sinnvoll?

Im Grunde für alle, die bereits in ihrem Leben die Windpocken durchgemacht haben. Für sie beträgt das Risiko an Gürtelrose zu erkranken über die gesamte Lebenszeit gesehen rund 33 Prozent. Damit ist sie keine seltene Erkrankung.

Da das Risiko mit dem Alter steigt, empfiehlt die STIKO die Impfung allen ab 60 Jahren. Für Menschen mit Vorerkrankungen gilt die Impfempfehlung bereits ab dem Alter von 18 Jahren. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Für vollen Impfschutz braucht es 2 Spritzen im Abstand von 2 bis 6 Monaten. Die Impfung reduziert das Risiko an Gürtelrose zu erkranken und schützt vor schweren Verläufen mit postherpetischer Neuralgie. Wichtig: »Auch wer bereits eine Gürtelrose überstanden hat, sollte sich danach impfen lassen, denn das Virus bleibt weiterhin im Körper und kann auch mehrfach reaktiviert werden«, sagt Alexander Dalpke.

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