Wenngleich mit den genannten Maßnahmen wichtige Schritte im Hinblick auf Behandlung und Erkennung von Übergewicht und Adipositas erfolgt sind, gibt es in Sachen Prävention noch viel zu tun. Bereits seit mehr als zehn Jahren existieren Forderungen der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK), der viele Fachgesellschaften und Stiftungen aus dem Bereich Medizin und Ernährung angehören. Diese lauten:
Die Forderungen zielen darauf ab, äußere Bedingungen anzupassen, die Familien nicht allein verändern können. Fachleute versuchen so, Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen. Auch Apotheken können Familien im Alltag unterstützen: Sie können Fragen zu Ernährung und Bewegung aufgreifen, auf passende Beratungsangebote hinweisen und bei Sorgen um die Gewichtsentwicklung eine Abklärung in der Kinderarztpraxis empfehlen. Sobald die neue U10 angeboten wird, ist auch sie ein Anlass, Eltern auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen.