Bei Kindern und Jugendlichen kann Nikotin unter anderem die Gehirnentwicklung stören. / © Adobe Stock/New Africa
Wer dampft, sollte also wissen: Auch damit kauft man sich Gesundheitsrisiken ein, wenn auch etwas weniger als beim klassischen Glimmstängel: Nach Einschätzung des BfR befinden sich im Dampf von E-Zigaretten im Vergleich zur Tabakzigarette »deutlich geringere Mengen krebserzeugender und anderer gesundheitsschädlicher Stoffe«.
Doch wie in der klassischen Zigarette steckt auch in E-Varianten in der Regel Nikotin. Das Alkaloid aus der Tabakpflanze macht nicht nur abhängig, es erhöht unter anderem auch den Blutdruck, die Thromboseneigung und die Ausschüttung von Stresshormonen. Vapen Kinder und Jugendliche nikotinhaltige E-Zigaretten, kann die Entwicklung ihres Gehirns gestört werden. Auch zu vermehrter Ängstlichkeit kann es kommen.
Geht es um die Gesundheitsrisiken, sind auch um die Liquids Thema, also die Flüssigkeiten, die in den Geräten erhitzt werden:
Wichtig zu wissen: Zum Krebsrisiko – und auch zu anderen Langzeitfolgen – von E-Zigaretten können Fachleute laut dem Krebsinformationsdienst noch gar keine verlässlichen Aussagen machen. Es fehlen Langzeitstudien. Eines ist aber klar: »Der sicherste Weg, Ihr Risiko für Krebs zu verringern, ist komplett mit dem Rauchen aufzuhören«, schreiben die Krebs-Experten.
Was also tun, wenn man Raucherin oder Raucher ist – und von der Zigarette mit Tabak loskommen möchte? Für manchen mag der Umstieg auf E-Zigaretten als hilfreicher Zwischenschritt erscheinen.
Allgemein als Mittel zum Rauchstopp lässt sich diese Strategie aber nicht empfehlen, schreibt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf dem Portal rauchfrei-info.de. Das liegt auch daran, dass dabei Rauchrituale und -gewohnheiten erhalten bleiben – und man dadurch womöglich schneller wieder zur klassischen Zigarette greift.