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Methotrexat
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Bei rheumatoider Arthritis nur einmal wöchentlich

Methotrexat ist ein häufig eingesetztes Medikament zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis. Aber Vorsicht: Einnahmefehler können schwere, manchmal sogar lebens­bedrohliche Folgen haben. Was ist bei der Beratung wichtig?
AutorKontaktPZ
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 17.04.2026  10:00 Uhr

Auch subkutane Gabe möglich

MTX kann alternativ subkutan appliziert werden – bei RA-Patienten analog zur Tablettengabe einmal wöchentlich. Was ist beim Spritzen zu beachten? Bei Verwendung der Fertigspritze wird die Haut an Oberschenkel oder Bauch mit zwei Fingern zu einer Hautfalte zusammengedrückt und die Nadel im 90-Grad-Winkel schnell und tief eingestochen. Die Lösung wird dann langsam durch Herunterdrücken des Kolbens injiziert und die Nadel erst nach vollständiger Injektion wieder herausgezogen. Der Patient sollte die Injektionsstelle regelmäßig wechseln. 

Achtung Interaktionen

Bei der Betreuung von RA-Patienten sollten PTA und Apotheker auf mögliche Wechselwirkungen achten. So kann die Kombination von MTX mit anderen Folsäure-Antagonisten, zum Beispiel mit Sulfonamiden und Cotrimoxazol, zu schweren Blutbildschäden führen. Aber auch die Kombination mit Tetracyclinen, Penicillinen oder Ciprofloxacin muss der Arzt aufgrund von Wechselwirkungen sorgfältig überwachen.

Da MTX vorwiegend über die Nieren ausgeschieden wird, können NSAR die renale Elimination bremsen und somit dessen Toxizität erhöhen. Daher sollten Patienten diese Schmerzmittel nur nach ärztlicher Absprache anwenden. In der Selbstmedikation ist Paracetamol eine mögliche Alternative.

Lebendimpfstoffe sind während der MTX-Therapie kontraindiziert. Dies betrifft zum Beispiel die Vakzinen gegen Masern, Mumps, Röteln oder Gelbfieber.

Wichtig: Da MTX das Erbgut und das ungeborene Kind schädigen kann, darf es nicht zu einer Schwangerschaft kommen. Frauen im gebärfähigen Alter müssen laut Fachinformation während der MTX-Therapie und mindestens sechs Monate nach Therapieende eine effektive Methode zur Empfängnisverhütung anwenden. Als Vorsichtsmaßnahme gilt dies auch für Männer, die ebenfalls während der Therapie und mindestens 3 Monate nach Therapieabschluss für eine zuverlässige Schwangerschaftsverhütung sorgen und keinen Samen spenden sollten. 

Monitoring notwendig

Vor Therapiebeginn muss der Arzt die Nierenfunktion des Patienten überprüfen. Liegt die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) unter 60 ml/min, darf er MTX nicht verordnen.

Nach Beginn der Behandlung muss der Arzt die Patienten regelmäßig überwachen und vor allem Haut und Schleimhäute, Lunge, Blutbild sowie Nieren- und Leberfunktion überprüfen. Das Monitoring erfolgt im ersten Monat wöchentlich, dann bis zum dritten Monat alle zwei Wochen. Danach sind längere Kontrollintervalle möglich.

Archivartikel, aktualisiert am 17. April 2026

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