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Persönlichkeitstypen verstehen
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Bin ich introvertiert, extrovertiert oder etwa otrovertiert?

Es ist in Mode, Persönlichkeiten in Schubladen zu strecken. Doch je mehr es gibt, desto enger werden sie. Welche Grenzen die Kategorien haben und warum Selbsterkenntnis mehr ist als ein Testergebnis.
AutorKontaktdpa
Datum 23.05.2026  16:00 Uhr

Ist eine Veränderung des Persönlichkeitstyps möglich?

Wer seine Persönlichkeit verändern möchte, sollte realistische Erwartungen mitbringen. Denn wie stark Extraversion oder Introversion ausgeprägt sind, ist zu einem großen Teil genetisch bedingt. »Die Ähnlichkeit zu unseren Eltern in diesen Dimensionen ist nahezu komplett genetisch bedingt, auch wenn wir das nicht unbedingt wahrhaben wollen«, sagt Frank Spinath.

Hinzu kommen andere Faktoren. »Mit der Zeit entsteht eine Mischung aus biologischen, individuellen und Umweltfaktoren, die auf Stabilität hinwirkt«, sagt der Professor. All das macht eine grundlegende Persönlichkeitsänderung schwierig – unmöglich ist sie aber nicht.

Moderate, messbare Veränderungen sind möglich. Aber: »Das klappt nicht über Nacht oder nach einem Seminar«, sagt der Psychologe. Wer etwa introvertierter ist und geselliger werden möchte, kann gezielt Interventionstechniken nach klinischen Methoden einüben, immer wieder Grenzen überschreiten und – ähnlich wie in der Verhaltenstherapie – neue Bewertungsschemata entwickeln. »Man muss die Veränderung wirklich wollen und sich am besten professionell begleiten lassen«, so Spinath.

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