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Demenzrisiko senken – das empfiehlt die WHO

Jeder Mensch kann sein Demenzrisiko deutlich senken. Die WHO zeigt auf, was das Gehirn schützt und was das Risiko für kognitive Einschränkungen erhöht.
AutorKontaktdpa
Datum 17.07.2026  12:00 Uhr

Bewegung, gesunde Ernährung und ein aktives Sozialleben können das Demenzrisiko senken, Rauchen und Alkohol haben den gegenteiligen Effekt. Was gut für die allgemeine Gesundheit ist, schützt also auch vor Demenz und anderen kognitiven Beeinträchtigungen, schreibt die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf in ihren neuen Empfehlungen zur Vorbeugung solcher Erkrankungen.

Bis zu 45 Prozent des Demenzrisikos sei auf Faktoren zurückzuführen, die der Mensch beeinflussen könne, hieß es. Weltweit leben nach WHO-Angaben rund 57 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung, Tendenz steigend. Medikamente, die die Krankheit heilen können, gibt es bisher nicht.

Die WHO empfiehlt Bewegung, sowohl als Vorbeugung als auch für Menschen, die bereits beeinträchtigt sind. Auch geistige Aktivität spielt eine wichtige Rolle, Gehirntraining etwa.

Was ist neu verglichen mit den WHO-Richtlinien von 2019?

Empfohlen werden jetzt ausdrücklich soziale Aktivitäten mit anderen. 2019 sah die WHO noch keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass dies das Demenzrisiko senkt. Auch empfiehlt sie heute kognitive Stimulation, etwa durch Lesen, Geschichtenerzählen oder Gruppenaktivitäten wie Brett- oder Kartenspiele.

Anders als 2019 sieht die WHO inzwischen zudem klare Hinweise, dass Hörgeräte bei Menschen mit Hörverlust kognitiven Beeinträchtigungen vorbeugen können. Ebenso nennt sie positive Effekte, wenn die Luft sauberer und der Feinstaub in Räumen und im Freien verringert wird.

Keine Empfehlung für Vitaminpräparate

Wie schon vor sieben Jahren bleibt die WHO skeptisch bei Nahrungsergänzungsmitteln wie B-Vitaminen, Vitamin E oder Omega-3-Kapseln und Multivitaminpräparaten, wenn kein nachgewiesener Mangel vorliegt. Es fehle der Beweis, dass die Einnahme Demenzerkrankungen vorbeugen kann.

Bestimmte Erkrankungen hingegen erhöhen das Demenzrisiko deutlich und sollten der WHO zufolge immer behandelt werden. Dazu gehören Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Hörverlust, Schlafstörungen und Depressionen.

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