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Impuls außer Kontrolle
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Der Drang zum Zwang

Putzfimmel oder Waschzwang? Diese Frage ist nicht immer einfach zu beantworten. Viele Menschen folgen Ritualen und Angewohnheiten, die für Außenstehende keinen Sinn ergeben. Den Betroffenen geben sie jedoch Struktur, verleihen Sicherheit und reduzieren Ängste. Arten harmlose Marotten jedoch aus, werden Betroffene zu Gefangenen ihrer eigenen Vorstellung. Auch die Pandemie fördert Zwänge.
AutorKontaktCarina Steyer
Datum 08.01.2021  15:30 Uhr

Nur in Ausnahmefällen

Von Verfahren wie der Magnetstimulation und Elektrokrampftherapie, die mitunter bei Depressionen eingesetzt werden, rät die S3-Leitlinie »Zwangsstörungen« bei allen Zwangserkrankungen ausdrücklich ab. Eine Ausnahme bilden ausschließlich sehr schwer Betroffene, bei denen weder die Verhaltenstherapie noch die medikamentöse Behandlung Wirkung zeigen. Hier kann eine beidseitige tiefe Hirnstimulation unter kritischer Nutzen-/Risikoabwägung in Betracht gezogen werden. Derzeit wird die tiefe Hirnstimulation vor allem bei Erkrankungen wie Parkinson, zum Teil auch bei schwersten Depressionen eingesetzt.

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