| Verena Schmidt |
| 07.05.2026 12:00 Uhr |
Getrost verzichten kann man auf Hausmittel wie etwa Scheidenspülungen mit Essig oder Teebaumöl, um den Pilz auszupülen. Der Erreger ist fest mit den oberen Epithelzellen verbunden, er kann nicht einfach herausgespült werden. Essig und Teebaumöl sind zudem zu aggressiv für die empfindliche Vaginalschleimhaut. Sie können die Symptome verschlimmern und die Vaginalflora weiter aus dem Gleichgewicht bringen.
Auch von Joghurt-Tampons, die mit enthaltenen Milchsäurebakterien die Vaginalflora aufbauen und den Pilz verdrängen sollen, sollten PTA abraten. Die im Joghurt enthaltenen Milchsäurebakterien sind nicht mit denen der Vaginalflora identisch und können die Infektion verschlimmern. Auch Antipilzdiäten, bei denen der Pilz mithilfe einer zuckerarmen Ernährung »ausgehungert« werden soll, haben keine belegte Wirksamkeit. Allerdings: Frauen, die wiederholt unter Pilzinfektionen der Scheide leiden, können durch eine Ernährungsumstellung mit Zuckerverzicht ihr Erkrankungsrisiko vermindern.
Mykosen sind dieses Jahr das Schwerpunktthema der Pseudo-Customer-Besuche. PTA-Forum greift daher aktuell in verschiedenen Beiträgen das Thema Pilzerkrankungen auf, um Ihr Beratungswissen aufzufrischen!