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Weniger Zucker essen
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Die besten Tipps gegen Süßhunger

Jetzt eine kalte Limo! Oder ein Griff in die Gummibärchen-Tüte! Eine Ernährungswissenschaftlerin verrät, was unsere Lust auf Süßes befeuert – und an welchen Stellschrauben wir drehen können.
AutorKontaktdpa
Datum 18.10.2026  14:00 Uhr
Süßes als Belohnung: Welche Rolle die Psyche beim Zuckerverlangen spielt

Süßes als Belohnung: Welche Rolle die Psyche beim Zuckerverlangen spielt

Oft hat das Verlangen nach Süßem mehr mit unseren Gefühlen zu tun als wir denken. »Zucker spricht Belohnungssysteme in unserem Gehirn an«, sagt Heike Niemeier. Ein klassischer Startpunkt für süße Gewohnheiten in unserem Alltag – ganz nach dem Motto: »Nach dem blöden Tag habe ich mir diesen Donut verdient.«

»Dabei hat man eigentlich nur keine bessere Idee, mit seinen Gefühlen umzugehen.«
Dr. Heike Niemeier, Diplom-Oecotrophologin (Ernährungswissenschaftlerin) und zertifizierte Ernährungsberaterin, Hamburg

Hier kann man sich auf die Suche nach Alternativen machen: Vielleicht beruhigen auch ein Spaziergang, ein kreatives Hobby, ein warmer Tee oder ein gutes Gespräch die Seele, wenn gerade alles zu viel ist. Das ist leicht gesagt, braucht aber Übung und Zeit – Gewohnheiten sind mächtig.

Zuckerkonsum reduzieren: Typ ›Alles oder nichts‹ oder Typ ›Schritt für Schritt‹?

Doch wie reduziert man seinen Zuckerkonsum – etwa den durch Softdrinks – denn nun konkret? Welche Strategie passt, hängt von der eigenen Persönlichkeit ab.

Der »Alles oder nichts«-Typ macht von heute auf morgen komplett Schluss. »Die Gefahr ist hier, dass das eine Zeit lang klappt, dann aber nicht mehr«, sagt Heike Niemeier. Denn strikte Verbote befeuern gerne mal das Verlangen. Ihr Rat an alle, deren Persönlichkeit so gestrickt ist, lautet daher: »Verbote sind verboten.« Sich hin und wieder, etwa einmal am Wochenende, einen Softdrink oder das Stück Torte zu genehmigen, ist erlaubt.

Manche fahren mit der Strategie »Schritt für Schritt« besser. Beispiel: »Wer normalerweise einen halben Liter Cola am Tag trinkt, kann erst mal für eine Zeit auf eine 0,33-Liter-Dose umsteigen und dann weiter reduzieren«, nennt Heike Niemeier ein Beispiel. Entscheidend ist, das langfristige Ziel nicht aus dem Blick zu verlieren.

Weniger Zucker durch Softdrinks: Ist der Umstieg auf Süßstoffe sinnvoll?

Ein hilfreicher Zwischenschritt kann bei Softdrinks auch ein Umstieg auf Varianten mit Süßstoff sein, findet die Expertin. »Wenn jemand den ganzen Tag zuckerreiche Cola trinkt und dann auf Cola Light umstellt, ist viel gewonnen, weil man dann von diesen Riesenmengen Zucker loskommt.« Das sollte aber nicht die Endstation sein. Langfristig ist es immer besser, weniger Süße in der Ernährung anzupeilen.

»Ob bei gezuckerten oder süßstoffgesüßten Getränken: Das Problem damit ist, dass die Lust auf Süße bleibt und wir dadurch zu wenig von den Lebensmitteln essen, die wir wirklich brauchen, um uns wohl und fit zu fühlen.«

Grundsätzlich lautet ihr Rat daher: eine ausgewogene Ernährung aufbauen – viel Gemüse, viele Proteine, viel Vielfalt. »Wenn sich jemand total ausgewogen ernährt und dann mal eine Cola trinkt, ist das vollkommen in Ordnung.«

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