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Keime im Poolwasser
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Diese Erreger können krank machen

Schon ein Schluck Poolwasser kann bei Kindern zu Durchfall führen. Kleine Becken im Garten ohne Pumpe sind besonders riskant. Fachleute warnen aber vor Panikmache.
Datum 04.08.2026  16:00 Uhr

Auf der Oberfläche schwimmen tote Insekten sowie Haare und Reste von Sonnenschutzmittel, an den Rändern des Garten-Pools wachsen die ersten grünen Algen: In solchen trüben Becken badet niemand gerne. Doch auch wenn das Wasser noch klar aussieht, können sich darin Mikroorganismen tummeln, die krank machen. Das bedeutet nicht immer gleich, dass jemand auch erkrankt – aber es kann passieren.

Um welche Krankheiten geht es?

Das wohl häufigste Problem sind Darmerkrankungen. Eine jüngst veröffentlichte globale Überblicksstudie zu Schwimmbädern kommt zu dem Schluss, dass Magen-Darm-Probleme vor allem durch Parasiten aus der Gruppe der Kryptosporidien verursacht werden. Diese Einzeller, die Bauchschmerzen, leichten Durchfall und manchmal Fieber auslösen, finden sich auch manchmal in privaten Pools.

Häufiger zu finden sind wahrscheinlich Fäkalkeime wie Enterokokken und Escheria-Coli-Bakterien (E.coli). Sie kommen im Darm vieler Tiere vor, auch im Menschen. Meist sind sie harmlos. Einige E.coli-Bakterien können aber Übelkeit, Durchfall und Fieber verursachen.

Wie gelangen Krankheitserreger in den Pool?

Einige sind bereits im eingelassenen Wasser, das weder aus dem Hahn noch aus dem Grundwasser steril ist – auch wenn es grundsätzlich sehr gering belastet ist. Vor allem kommen Erreger aber durch Urin und Fäkalien der badenden Menschen sowie über Tiere wie etwa über Vogelkot hinein. Manche Mikroorganismen fliegen auch durch die Luft heran.

»Da, wo Wasser ist, ist Leben«, sagt Iris Chaberny, Direktorin des Instituts für Krankenhaus- und Umwelthygiene an der Uniklinik Schleswig-Holstein. »Das ist an sich erst einmal nicht schlimm, es muss nicht immer gleich zu Erkrankungen führen. Wir müssen nicht hysterisch werden.«

Wie stark sind private Pools mit Keimen belastet?

»Dazu haben wir tatsächlich gar keine Daten«, sagt der Mikrobiologe Dirk Bockmühl von der Hochschule Rhein-Waal. »Es gibt schlicht und ergreifend keine Studien dazu.« Das ist anders als bei Schwimmbädern, wo Fachpersonal auf die Wasserqualität achtet, und als bei natürlichen Badegewässern, in denen die Keimbelastung gemessen wird.

Klar ist aber: In vielen Pools finden Mikroorganismen super Voraussetzungen. Ist es warm und die Sonne scheint auf die Oberfläche, erwärmt sich das Poolwasser oft schnell, was die Vermehrung verbessert.

»Es geht auch um Dreck«, sagt Bockmühl. »Wenn ein Kind von der Wiese kommt und dann mit den dreckigen Füßen in den Pool steigt, erfolgt ein Eintrag von organischer Substanz. Hinzu kommen solche Sachen wie Sonnencreme, das ist auch eine organische Belastung.« Diese Nährstoffe förderten das Keimwachstum.

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