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Eisenmangel
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Diese Lebensmittel hemmen die Eisenaufnahme

Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Es kann über die Ernährung aufgenommen oder bei Bedarf als Nahrungsergänzung zugeführt werden. Besonders gute Eisenquellen sind Fleisch, Fisch und Innereien, aber auch einige pflanzlichen Lebensmittel. Gleichzeitig gibt es sogenannte Eisenräuber, die die Aufnahme des Spurenelements im Körper hemmen können. Welche das sind und wie sich die Eisenaufnahme sogar verbessern lässt.
AutorKontaktKatja Egermeier | aponet.de
Datum 23.07.2026  10:00 Uhr

Unabhängig davon, ob Eisen über die Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen wird, können bestimmte Lebensmittel die Aufnahme des Spurenelements im Darm hemmen. Sie sollten daher bei einem Eisenmangel möglichst nicht gleichzeitig mit eisenreichen Mahlzeiten oder Eisenpräparaten verzehrt werden. Dazu zählen:

  • Kaffee und schwarzer Tee
    Kaffee sowie schwarzer und grüner Tee enthalten Polyphenole beziehungsweise Gerbstoffe (Tannine), die die Aufnahme von Eisen im Darm verringern können. Sie sollten deshalb möglichst nicht unmittelbar vor, während oder nach einer eisenreichen Mahlzeit oder der Einnahme eines Eisenpräparats getrunken werden. Besser geeignet sind Wasser oder Früchtetee. Rooibostee gilt ebenfalls als unproblematisch.

  • Rotwein
    Rotwein enthält ebenfalls viele Polyphenole, die die Aufnahme von Eisen hemmen können. Er sollte daher nicht zusammen mit einer eisenreichen Mahlzeit oder einem Eisenpräparat konsumiert werden.

  • Kakao, Schokolade und Spinat
    Kakao, Bitterschokolade und Spinat enthalten Oxalat. Dieses kann Eisen binden und so dessen Aufnahme beeinträchtigen. Besonders Spinat gilt deshalb trotz seines Eisengehalts nicht als optimale Eisenquelle.

  • Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen
    Diese Lebensmittel enthalten Phytinsäure (Phytat), die Eisen bindet und dadurch dessen Aufnahme erschwert. Obwohl insbesondere Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte selbst Eisen liefern, ist dieses für den Körper schlechter verfügbar. Einweichen, Keimen oder Sauerteiggärung können den Phytatgehalt reduzieren und die Eisenverfügbarkeit verbessern.

  • Milchprodukte und calciumreiche Lebensmittel
    Calcium kann die Aufnahme von Eisen vorübergehend hemmen. Größere Mengen Milch, Joghurt, Käse oder calciumangereicherte Pflanzendrinks sollten deshalb möglichst nicht gleichzeitig mit einer eisenreichen Mahlzeit oder einem Eisenpräparat verzehrt werden.
Lebensmittel Eisengehalt je 100 g
Rindfleisch, Filet 2,3 mg
Kalbsleber 7,9 mg
Schweinefleisch, Kotelett 1,8 mg
Hackfleisch (halb und halb) 2,2 mg
Bierschinken 1,5 mg
Leberwurst 5,5 mg
Makrele 1,0 mg
Scholle 0,9 mg
Brokkoli, gekocht 0,9 mg
Erbsen, TK 1,8 mg
Fenchel, Knolle 2,7 mg
Rote Bete 0,9 mg
Schwarzwurzel 3,3 mg
Spinat, TK 2,1 mg
Sojakäse (Tofu) 5,4 mg
Bohnen, weiß 6,1 mg
Linsen 8 mg
Lebensmittel mit besonders hohem Eisengehalt, Quelle: Die große GU Nährwert Kalorien Tabelle, Ausgabe 2020/21

Eisenpräparate und Medikamente

Bei gleichzeitiger Einnahme von Eisen-Supplementen und Medikamenten ist Vorsicht geboten. Eine verstärkte Reizung der Magenschleimhaut ist möglich, wenn Patienten zur gleichen Zeit nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) einnehmen. Antacida, Colestyramin oder Calcium- und Magnesium-haltige Supplemente behindern darüber hinaus die Aufnahme von Eisen.

Eisen vermindert wiederum die Aufnahme bestimmter Antibiotika wie Tetracycline und Fluorchinolone sowie von Bisphosponaten wie Alendronsäure, bestimmten antiviralen Wirkstoffen wie Dolutegravir sowie von Penicillamin, Levodopa, Methyldopa und L-Thyroxin. Es empfiehlt sich, einen Abstand von mindestens zwei Stunden zu anderen Medikamenten einzuhalten.

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