Kaffee, schwarzer Tee oder Milch zu einer eisenreichen Mahlzeit? Darauf sollte man eher verzichten, wenn man unter Eisenmangel leidet oder Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen einnimmt. / © Getty Images/AaronAmat
Unabhängig davon, ob Eisen über die Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen wird, können bestimmte Lebensmittel die Aufnahme des Spurenelements im Darm hemmen. Sie sollten daher bei einem Eisenmangel möglichst nicht gleichzeitig mit eisenreichen Mahlzeiten oder Eisenpräparaten verzehrt werden. Dazu zählen:
Vitamin C verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen deutlich. Ein Glas Orangensaft oder Vitamin-C-reiches Obst und Gemüse wie Paprika, Kiwi oder Beeren zu einer eisenreichen Mahlzeit kann die Eisenaufnahme fördern.
| Lebensmittel | Eisengehalt je 100 g |
|---|---|
| Rindfleisch, Filet | 2,3 mg |
| Kalbsleber | 7,9 mg |
| Schweinefleisch, Kotelett | 1,8 mg |
| Hackfleisch (halb und halb) | 2,2 mg |
| Bierschinken | 1,5 mg |
| Leberwurst | 5,5 mg |
| Makrele | 1,0 mg |
| Scholle | 0,9 mg |
| Brokkoli, gekocht | 0,9 mg |
| Erbsen, TK | 1,8 mg |
| Fenchel, Knolle | 2,7 mg |
| Rote Bete | 0,9 mg |
| Schwarzwurzel | 3,3 mg |
| Spinat, TK | 2,1 mg |
| Sojakäse (Tofu) | 5,4 mg |
| Bohnen, weiß | 6,1 mg |
| Linsen | 8 mg |
Bei gleichzeitiger Einnahme von Eisen-Supplementen und Medikamenten ist Vorsicht geboten. Eine verstärkte Reizung der Magenschleimhaut ist möglich, wenn Patienten zur gleichen Zeit nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) einnehmen. Antacida, Colestyramin oder Calcium- und Magnesium-haltige Supplemente behindern darüber hinaus die Aufnahme von Eisen.
Eisen vermindert wiederum die Aufnahme bestimmter Antibiotika wie Tetracycline und Fluorchinolone sowie von Bisphosponaten wie Alendronsäure, bestimmten antiviralen Wirkstoffen wie Dolutegravir sowie von Penicillamin, Levodopa, Methyldopa und L-Thyroxin. Es empfiehlt sich, einen Abstand von mindestens zwei Stunden zu anderen Medikamenten einzuhalten.