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Plötzlich zugenommen?
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Diese Medikamente können hinter einer Gewichtszunahme stecken

Die Waage zeigt plötzlich mehr Kilos, obwohl Ernährung und Bewegung gleich geblieben sind? Dahinter können Medikamente stecken. Vor allem Psychopharmaka, Cortison, einige Diabetesmedikamente und Betablocker können das Gewicht beeinflussen. Welche Wirkstoffe besonders häufig betroffen sind und was Patienten jetzt tun sollten.
AutorKontaktaponet.de
Datum 14.07.2026  16:00 Uhr
Cortison, Hormone und HIV-Medikamente können ebenfalls eine Gewichtszunahme begünstigen

Cortison, Hormone und HIV-Medikamente können ebenfalls eine Gewichtszunahme begünstigen

Langfristige Cortisontherapien verändern das Erscheinungsbild: Fettverteilung, Muskelabbau und Wassereinlagerungen sind bekannte Folgen. Ähnliches kann bei Hormonbehandlungen gegen Prostatakrebs oder HIV-Medikamenten auftreten, insbesondere bei Wirkstoffen wie Bictegravir oder Kombinationen mit Abacavir/Lamivudin oder Tenofoviralafenamid/Emtricitabin. Diese Veränderungen sind oft nicht sofort erkennbar, entwickeln sich aber über Wochen und Monate.

Nicht jede Gewichtszunahme bedeutet mehr Körperfett

Die Wirkstoffe, die dazu führen können, dass Patienten zunehmen, stammen aus ganz unterschiedlichen Arzneimittelgruppen. Die möglichen Folgen sind ernsthaft: Beispielsweise erkranken Übergewichtige häufiger an Bluthochdruck, Gicht oder Typ-2-Diabetes. Aber es existiert auch eine nur scheinbare Zunahme durch Wassereinlagerungen im Körper. Diese können beispielsweise durch hormonelle Verhütungsmittel, das Brustkrebsmedikament Tamoxifen oder das Antiepileptikum Carbamazepin verursacht werden und verschwinden in der Regel, sobald das Medikament abgesetzt wird.

Was tun bei Gewichtszunahme durch Medikamente?

Wer Gewichtsschwankungen bemerkt, sollte dies frühzeitig ärztlich oder in der Apotheke abklären. Besonders aufmerksam sollten Menschen sein, die kürzlich ein neues Medikament begonnen haben und seither trotz gesunder Ernährung zunehmen. In vielen Fällen gibt es wirkungsvolle Alternativen ohne diese Nebenwirkung.

Und wenn nicht? Dann hilft ein bewusster Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung, den medikamentenbedingten Kilos entgegenzuwirken.

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