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Teamschulung Inhalativa
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Ellipta

Bei der Beratung im Rahmen der pharmazeutischen Dienstleistung zu Inhalativa müssen die Besonderheiten jedes Inhalators berücksichtigt werden. Wo etwa lauern gerätetypische Fehlerquellen? Was bei dem Device Ellipta® zu beachten ist.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 22.01.2026  16:00 Uhr

Der Inhalator Ellipta® ist ein blisterbasierter Pulverinhalator mit Zählwerk. Das Device ist mit folgenden Wirkstoffen oder Wirkstoffkombinationen erhältlich: 

  • Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol (Elebrato®, Trelegy®)
  • Umeclidinium (Incruse®, Rolufta®)
  • Umeclidinium/Vilanterol (Laventair®)
  • Fluticasonfuroat/Vilanterol (Relvar®, Revinty®)

Mechanismus

Die Wirkstoffdosen sind im Inneren des Geräts in einem Blister verpackt, das heißt für jeden Hub einzeln. Mit dem Öffnen der Schutzklappe wird eine Dosis bereitgestellt. Das Laden der Dosis und die Inhalation finden also unabhängig voneinander statt. Das Aerosol, das der Patient inhaliert, wird über die Kombination von Gerätewiderstand und Scherkräften des Atemzugs erzeugt.

Wichtige Punkte für die Beratung

Es ist wichtig, den Inhalator beim Laden der Dosis aufrecht zu halten. PTA und Apotheker sollten dafür sensibilisieren, dass beim Laden der Dosis ein Klicken zu hören ist. Die Prüfung der Dosisanzeige vor der Inhalation stellt sicher, dass noch Wirkstoffdosen enthalten sind.

Für die Inhalation wird eine mittlere Atemzugstärke benötigt. Der Patient sollte von Beginn an gleichmäßig und kräftig einatmen, danach den Atem für 5 bis 10 Sekunden anhalten.

Während der Inhalation dürfen die Lüftungsschlitze des Inhalators nicht zugehalten werden.

Patienten, die gleichzeitig ein Dosieraerosol anwenden, sollten für die unterschiedliche Inhalationstechnik sensibilisiert werden.

Die Einzelheiten zur richtigen Anwendung sind im Schulungsvideo der ABDA dargestellt:

Häufige Fehler bei Anwendung von Ellipta

  • Der Patient atmet in den Inhalator. → Richtig: Vor der Inhalation am Gerät vorbei ausatmen und danach den Inhalator absetzen und ausatmen. Ansonsten kann die Atemluft im Gerät zu Verklumpungen des Pulvers führen.
  • Es wird zu langsam oder nur mit allmählicher Steigerung der Atemstromstärke inhaliert. → Richtig: Direkt mit hoher Flussrate gleichmäßig kräftig einatmen. Ansonsten kann es aufgrund zu großer oder nicht dispergierter Partikel zu einer verminderten Wirkung und vermehrten Nebenwirkungen kommen.
  • Lüftungsschlitze werden zugehalten. → Richtig: Die Lüftungsschlitze müssen während der Inhalation frei sein, damit die Luft zirkulieren kann.
  • Der Atem wird zu kurz angehalten. → Richtig: 5 bis 10 Sekunden Atem anhalten. Ansonsten kann es sein, dass lungengängige Partikel wieder ausgeatmet werden und nicht in der Lunge wirken können.

Gut zu wissen

Wird die Schutzkappe geöffnet und geschlossen ohne zu Inhalieren, führt dies nicht zu einer Überdosierung. Es wird jeweils nur eine Dosis bereitgestellt. 

Das Device hat eine Dosisanzeige mit Zählwerk – zu Beginn sind 30 Dosen enthalten. Nach jeder Öffnung der Schutzkappe zählt die Anzeige um eins herunter. Sind nur noch neun Dosen enthalten, wird die Anzeige zur Hälfte rot, nach Inhalation der letzten Dosis ganz rot.

Verändert sich die angezeigte Zahl nicht, wenn man die Schutzkappe öffnet, wird keine Dosis abgegeben und der Inhalator ist womöglich defekt. Gleiches gilt, wenn kein Klicken zu hören ist.

Das Mundstück bei Bedarf von außen mit einem trockenen Tuch reinigen. 

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