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Ernährung kurz & knackig
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Gastritis – was den Magen schont

Ob akut oder chronisch: Ein achtsamer Umgang mit der Ernährung ist bei Gastritis empfehlenswert. Eine magenschonende Kost kann dazu beitragen, Beschwerden zu lindern und die Regeneration der Magenschleimhaut zu unterstützen. 
AutorKontaktPTA-Forum
Datum 16.08.2026  14:00 Uhr

Eine akute Gastritis ist unangenehm: Die entzündete Magenschleimhaut macht sich durch Symptome wie Magenschmerzen, Sodbrennen oder Übelkeit bemerkbar. Chronische Gastritiden – überwiegend durch Helicobacter-pylori-Infektionen verursacht – verlaufen hingegen oft lange unbemerkt, können jedoch schwerwiegende Folgen haben, zum Beispiel Magen- oder Dünndarmgeschwüre, Blutungen und Perforationen sowie ein erhöhtes Risiko für Magenkrebs. Die ärztliche Behandlung ist daher wichtig.

Mit angepassten Essgewohnheiten ist bereits viel gewonnen. Besonders schonend für den Verdauungstrakt ist die »angepasste Vollkost«, bei der Lebensmittel nach individueller Verträglichkeit verzehrt werden.

Es gelten folgende Tipps:

  • schonende Garmethoden verwenden (zum Beispiel Dünsten, Dämpfen oder Garen im Backofen), wenig Rohkost verzehren
  • mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt statt großer Portionen, nicht zu heiß oder zu kalt essen
  • fettarme bis fettmoderate Kost bevorzugen (je nach Verträglichkeit)
  • mit frischen Kräutern würzen, Salz und Pfeffer reduzieren
  • Eiweiße kombinieren für hohe biologische Wertigkeit
  • Ballaststoffe in moderater Menge verzehren (je nach Verträglichkeit)
  • auf Alkohol verzichten, wenig Zucker; Kaffee nur bei Verträglichkeit

Bei Gastritis gilt es darüber hinaus, Lebensmittel zu meiden, die zur verstärkten Magensäurebildung beitragen – das sind vor allem Saures, Scharfes und Geräuchertes. Beispiele: Kaffee, säurehaltige Fruchtsäfte, kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol, scharfe Gewürze, Frittiertes.

Psychische Belastungen und Stress können die Magenschleimhaut zusätzlich belasten. Eine entspannte Essatmosphäre und allgemeine Stressreduktion sind daher essenziell.

Mini-Wissen

Leicht verdauliche Gemüsesorten sind zum Beispiel Fenchel, Tomaten, Möhren, Spinat und Zucchini. Blähende Sorten wie Kohl, Lauch und Paprika belasten den Magen eher, ebenso wie Knoblauch, Zwiebeln und Schnittlauch.

Auch beim Obst sollte bevorzugt zu säurearmem und reifem Obst gegriffen werden, beispielsweise Banane, Melone, säurearme Apfelsorten und Weintrauben.

Ein bewährtes Hausmittel bei Gastritis sind Leinsamen. So geht die Zubereitung: Einen Esslöffel Leinsamen in eine Tasse kaltes Wasser einrühren, 20 bis 30 Minuten stehen lassen und abseihen. Die schleimhaltige Flüssigkeit trinken und direkt anschließend ein zusätzliches Glas Wasser. Bei der Anwendung von Leinsamen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, um einen Darmverschluss zu vermeiden.

Alltags-Boost

Schon kleine Routinen machen einen Unterschied:

  • Pflanzenbetont essen: Dies ist bekömmlicher als eine Ernährung mit viel Fleisch.
  • Langsam und achtsam essen, dabei ausreichend kauen (15- bis 20-mal pro Bissen).
  • Geschickt würzen: Anis, Fenchel, Dill, Kümmel, Minze und Petersilie können die Verträglichkeit vor allem von ballaststoffreichen Gemüsesorten steigern.
  • Entzündungshemmende Zutaten einbauen, falls verträglich: zum Beispiel Oliven-, Raps-, Hanf- und Leinöl oder Gewürze wie Kurkuma, Kardamom, Ingwer, Zimt.
  • Süßes möglichst nur als Dessert nach einer Hauptmahlzeit essen.
  • An der Stressreduktion arbeiten, zum Beispiel durch Achtsamkeitstraining, Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung.
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