| Juliane Brüggen |
| 26.09.2026 09:00 Uhr |
Die antientzündliche Kost ist unter anderem reich an Omega-3-Fettsäuren sowie allgemein pflanzenbetont. / © Getty Images/Anchiy
Die Vielfalt an rheumatischen Erkrankungen macht deutlich, dass es nicht die eine empfohlene Ernährungsform geben kann. Dafür sind Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Arthrose und Gicht zu unterschiedlich. Eine individuell angepasste Ernährung kann jedoch wie auch andere Lebensstilveränderungen (Bewegung, Rauchverzicht) die medikamentöse Therapie unterstützen.
Im Mittelpunkt steht oft eine antientzündliche Kost. Diese ist pflanzenbetont, ballaststoffreich und setzt auf gesunde Fette mit einem günstigen Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren. Beispiel ist die mediterrane Ernährungsform.
Auch die oftmals kritisch betitelten Omega-6-Fettsäuren sind essenziell. Es kommt jedoch auf das Verhältnis an: gut wäre laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) ein Verhältnis von maximal 5:1. Bei westlicher Ernährung kommen viele Menschen jedoch durchschnittlich auf 10- bis 20-mal mehr Omega-6-Fettsäuren als Omega-3-Fettsäuren.
Bei Gicht, einer Erkrankung, die durch erhöhte Harnsäurespiegel gekennzeichnet ist, sollten Betroffene die Zufuhr an purinhaltigen Lebensmitteln im Blick behalten. Reich an Purin sind beispielsweise Fleisch, Fisch, Wurst sowie Bier. Meiden sollten die Patienten prinzipiell Lebensmittel, die mehr als 150 mg Purin pro 100 g enthalten, etwa Ölsardinen (200 mg/100 g).