PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

Schlaganfallprophylaxe im Fokus
-
Gut beraten bei Vorhofflimmern

Patienten mit Vorhofflimmern erhalten oft beratungsintensive Medikamente wie Antikoagulanzien. Im Gespräch mit PTA-Forum erklärt Stefan Göbel, Apothekeninhaber und Experte für Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS), welche Punkte bei der Beratung wichtig sind.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 09.06.2026  12:00 Uhr

Sinn der Einnahme klären

Besonders bei Patienten, die Bedenken vor »Blutverdünnern« haben, könne die Beratung in der Apotheke einen nachhaltigen Effekt haben, betont Göbel. »Wenn man einfach erklärt: Das Medikament soll verhindern, dass Sie einen Schlaganfall haben. Denn das ist eines der Hauptprobleme: der Thrombus, der sich löst und in das Gehirn gelangt.« Vielen Patienten sei gar nicht bewusst, wofür sie das Medikament genau einnehmen. »Diesen Nutzen greifbar zu machen, das ist eine ganz wichtige Aufgabe.«

Außerdem befürworte er den Ansatz, Patienten zunächst positiv zu bestärken, bei einem DOAK etwa durch Sätze wie »Das ist eine moderne Medikamentengruppe, die gut steuerbar ist.« Nichtsdestotrotz sollten Patienten die Warnzeichen kennen, die auf Blutungen hinweisen – eine gefährliche Komplikation. Dazu gehören: rötlich verfärbter Urin, schwarz verfärbter Stuhl, dunkles Erbrechen, sehr starkes Nasenbluten, plötzlich auftretende Blutergüsse, plötzliche starke Kopfschmerzen oder auch Gelenkschwellungen.

TEILEN
Datenschutz
Mehr von Avoxa