| Juliane Brüggen |
| 09.06.2026 12:00 Uhr |
Besonders bei Patienten, die Bedenken vor »Blutverdünnern« haben, könne die Beratung in der Apotheke einen nachhaltigen Effekt haben, betont Göbel. »Wenn man einfach erklärt: Das Medikament soll verhindern, dass Sie einen Schlaganfall haben. Denn das ist eines der Hauptprobleme: der Thrombus, der sich löst und in das Gehirn gelangt.« Vielen Patienten sei gar nicht bewusst, wofür sie das Medikament genau einnehmen. »Diesen Nutzen greifbar zu machen, das ist eine ganz wichtige Aufgabe.«
Außerdem befürworte er den Ansatz, Patienten zunächst positiv zu bestärken, bei einem DOAK etwa durch Sätze wie »Das ist eine moderne Medikamentengruppe, die gut steuerbar ist.« Nichtsdestotrotz sollten Patienten die Warnzeichen kennen, die auf Blutungen hinweisen – eine gefährliche Komplikation. Dazu gehören: rötlich verfärbter Urin, schwarz verfärbter Stuhl, dunkles Erbrechen, sehr starkes Nasenbluten, plötzlich auftretende Blutergüsse, plötzliche starke Kopfschmerzen oder auch Gelenkschwellungen.