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Schmerzhafte Schwellungen
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Hämorrhoiden – Symptome erkennen und richtig beraten

Obwohl Hämorrhoidalleiden zu den häufigsten nicht-infektiösen Krankheiten gehören, ist das Schildern der Symptome für viele Patienten unangenehm. Um Betroffene richtig zu beraten, sollten PTA und Apotheker die Beschwerden richtig deuten und die Grenzen der Selbstmedikation kennen.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 29.04.2026  16:00 Uhr

Hilfe aus der Apotheke

Hämorrhoidale Beschwerden des Schweregrades I und II können in der Regel mit Salben und Zäpfchen gut gelindert werden. Bei Schmerzen oder Juckreiz eignen sich besonders Lokalanästhetika. Die betäubende Wirkung von Präparaten mit Lidocain oder Quinisocain (zum Beispiel in Posterisan® akut Salbe oder Zäpfchen beziehungsweise Haenal®akut Salbe) setzt schnell ein und hält bis zu acht Stunden an.

Stadium Beschreibung Symptome
Grad I Hämorrhoiden sind von außen nicht sichtbar, leichte Schwellung bei Enddarmspiegelung zu erkennen. Häufig ohne Symptome, hellrotes Blut am Toilettenpapier oder auf der Stuhloberfläche
Grad II Hämorrhoiden gleiten beim Pressen aus dem After heraus, ziehen sich anschließend wieder spontan zurück. Blutungen, Blut kann aus dem After tropfen. Nässen, Brennen, Jucken, Fremdkörpergefühl
Grad III Hämorrhoiden gleiten beim Pressen aus dem After heraus, ziehen sich nicht mehr spontan zurück, können aber manuell zurückgeschoben werden. Blutungen, Nässen, Brennen, Jucken, Fremdkörpergefühl, Schmerzen, Stuhlinkontinenz
Grad IV Hämorrhoiden sind dauerhaft außerhalb des Anus. Wie bei Grad III
Stadien des Hämorrhoidalleidens

Gerbstoffhaltige Präparate wirken austrocknend, antiinflammatorisch und juckreizstillend. Sie sind geeignet, wenn die Symptome Nässen und Brennen im Vordergrund stehen. Basisches Bismutgallat (beispielsweise Mastu® Salbe, Bismolan® Salbe) oder pflanzliche Gerbstoffe aus Hamamelis (zum Beispiel Faktu® Lind, Haenal® fact Hamamelis, Hametum® oder Posterine®, je als Salbe oder Zäpfchen) oder Eichenrinde (zum Beispiel Wala® Quercus Salbe, Zäpfchen) vermindern durch ihre adstringierende Wirkung das Nässen von Wunden. Zur unterstützenden Therapie können PTA und Apotheker Sitzbäder mit Kamillenextrakt (wie Kamillosan®), Eichenrindenextrakt (zum Beispiel Wala® Quercus-Essenz) oder synthetischen Gerbstoffen (zum Beispiel Tannolact® oder Tannosynt® flüssig) empfehlen.

Bei starken Beschwerden kann der Arzt eine corticoidhaltige Creme zur Entzündungshemmung verschreiben. PTA und Apotheker sollten den Patienten darauf hinweisen, dass die immunsuppresive Wirkung des Gluco­corticoids eine anschließende Pilzinfektion begünstigen kann.

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