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Was stimmt?
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Häufige Mythen zum Stillen

Zum Thema Stillen kursieren verschiedene Tipps und Aussagen, die stillende Mütter oft aus ihrem Umfeld hören. Doch das heißt nicht, dass sie auch stimmen. Fachleute ordnen ein, was an zehn Still-Mythen dran ist.
AutorKontaktdpa
Datum 02.10.2026  12:00 Uhr

Mythos 9: »Mit Implantaten kann man nicht stillen.«

»Das höre ich sehr oft, aber ich habe selbst solche Mütter betreut«, sagt Kathrin Herold. »Es kommt auf die Schnittführung und die Lage des Implantats an. Heute wird es oft unter das Brustdrüsengewebe geschoben.« Dann ist Stillen meist problemlos möglich. Ob bei dem Eingriff die Milchgänge durchtrennt worden seien, können betroffene Frauen im OP-Bericht nachlesen.

Mythos 10: »Voll gestillte Baby brauchen zusätzlich Wasser, wenn es warm ist«

»Dieser Mythos ist falsch und kann für Babys gefährlich werden«, sagt Kathrin Herold. Denn ihre Nieren sind noch gar nicht dafür gemacht, pures Wasser zu verarbeiten. Im schlimmsten Fall kann der Salzhaushalt im Blut gefährlich entgleisen.

Und was ist bei Hitze? Dann muss dem Kind häufiger das Stillen angeboten werden. »Die Muttermilch ist aber perfekt an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst«, beruhigt Kathrin Herold. So liefert sie nicht nur ausreichend Nährstoffe, sondern auch genug Flüssigkeit. Erst mit dem Beikoststart sollten Eltern ihren Kindern kleine Mengen Wasser anbieten – zum Ausprobieren und Üben.

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