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Covid-19 und Influenza
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Wer sollte sich impfen lassen?

Im Herbst und Winter beginnt die Saison der Atemwegsinfektionen. Impfungen stellen eine wirksame Maßnahme dar, um schwere Verläufe, zum Beispiel von Covid-19 oder Influenza, zu verhindern. Was empfiehlt die STIKO?
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 30.09.2026  10:00 Uhr

Covid-19-Impfung im Spätsommer oder Frühherbst

In Bezug auf Covid-19 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine jährliche Auffrischimpfung im Spätsommer oder Frühherbst für Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf und für bestimmte Personen mit erhöhtem arbeitsbedingtem Risiko für SARS-CoV-2-Infektionen. Verwendet werden können alle zugelassenen mRNA- und proteinbasierten Impfstoffe, die eine von der Weltgesundheitsorganisation WHO oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) empfohlene Variantenanpassung aufweisen.

Im Detail gilt die Empfehlung für alle Menschen ab 75 Jahren sowie Personen ab einem Alter von sechs Monaten, wenn infolge einer Grunderkrankung das Risiko für einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf erhöht ist. Das betrifft etwa Menschen mit:

  • chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD,
  • chronischen Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen,
  • Diabetes mellitus oder anderen Stoffwechselerkrankungen,
  • Adipositas,
  • Erkrankungen des Nervensystems (zum Beispiel chronische neurologische Erkrankungen, Demenz, geistige Behinderung, psychiatrische oder zerebrovaskuläre Erkrankungen),
  • Trisomie 21,
  • angeborener oder erworbener Immundefizienz,
  • aktiven neoplastischen Erkrankungen.

Außerdem besteht eine Empfehlung zur Auffrischimpfung für folgende Gruppen:

  • Menschen, die in Pflegeeinrichtungen wohnen
  • Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Schwangere ab dem zweiten Trimenon, wenn eine Grunderkrankung oder schwangerschaftsassoziierte Komplikation (zum Beispiel Gestationsdiabetes, Bluthochdruck) die gesundheitliche Gefährdung erhöht
  • Personal in Pflegeeinrichtungen, das direkten Kontakt zu Bewohnern hat
  • Medizinisches Personal, das tätigkeitsbezogen ein erhöhtes Infektionsrisiko hat, zum Beispiel in der Notaufnahme oder auf der Intensivstation, oder das Risikopersonen mit Grunderkrankungen betreut
  • Angehörige und enge Kontaktpersonen von Personen, bei denen nach einer Covid-19-Impfung keine schützende Immunantwort zu erwarten ist

Für immungesunde Menschen gilt, dass sie auf die Auffrischimpfung verzichten können, wenn sie sich bereits im Laufe des Jahres mit SARS-CoV-2 infiziert haben. Bei Schwangeren sollte die Indikation nach einer im selben Jahr durchgemachten Infektion individuell gestellt werden.

Gut zu wissen: Die Empfehlung zum Aufbau einer Basisimmunität bei Erwachsenen ab 18 Jahren gibt es nicht mehr, denn laut Robert-Koch-Institut liegt in der erwachsenen Bevölkerung mittlerweile eine breite Immunität vor. Gleichzeitig sind Krankenhauseinweisungen und Todesfälle zurückgegangen. Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren, bei denen die Covid-Impfung indiziert ist und die erstmalig geimpft werden, sollen laut Robert-Koch-Institut (RKI) aber einmalig eine Grundimmunisierung entsprechend der Fachinformation erhalten.

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