| Juliane Brüggen |
| 30.09.2026 10:00 Uhr |
Impfungen gegen Atemwegserreger wie Covid-19 oder Influenza können dazu beitragen, Risikogruppen vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen. / © Shutterstock/Creative House
In Bezug auf Covid-19 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine jährliche Auffrischimpfung im Spätsommer oder Frühherbst für Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf und für bestimmte Personen mit erhöhtem arbeitsbedingtem Risiko für SARS-CoV-2-Infektionen. Verwendet werden können alle zugelassenen mRNA- und proteinbasierten Impfstoffe, die eine von der Weltgesundheitsorganisation WHO oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) empfohlene Variantenanpassung aufweisen.
Im Detail gilt die Empfehlung für alle Menschen ab 75 Jahren sowie Personen ab einem Alter von sechs Monaten, wenn infolge einer Grunderkrankung das Risiko für einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf erhöht ist. Das betrifft etwa Menschen mit:
Außerdem besteht eine Empfehlung zur Auffrischimpfung für folgende Gruppen:
Für immungesunde Menschen gilt, dass sie auf die Auffrischimpfung verzichten können, wenn sie sich bereits im Laufe des Jahres mit SARS-CoV-2 infiziert haben. Bei Schwangeren sollte die Indikation nach einer im selben Jahr durchgemachten Infektion individuell gestellt werden.
Gut zu wissen: Die Empfehlung zum Aufbau einer Basisimmunität bei Erwachsenen ab 18 Jahren gibt es nicht mehr, denn laut Robert-Koch-Institut liegt in der erwachsenen Bevölkerung mittlerweile eine breite Immunität vor. Gleichzeitig sind Krankenhauseinweisungen und Todesfälle zurückgegangen. Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren, bei denen die Covid-Impfung indiziert ist und die erstmalig geimpft werden, sollen laut Robert-Koch-Institut (RKI) aber einmalig eine Grundimmunisierung entsprechend der Fachinformation erhalten.