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Nagetiere und Staub
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Hantavirus-Infektionen vermeiden

Nach einem ungewöhnlichen Ausbruch des Hantavirus auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff im Atlantik sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO drei Menschen mutmaßlich nach einer Infektion gestorben. Wo die Viren vorkommen und wie man sich schützt.
AutorKontaktdpa
Datum 04.05.2026  14:15 Uhr

Hantaviren sind weltweit verbreitet, Überträger sind Nagetiere. Entsprechend kann man nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) überall dort auf das Virus treffen, wo sich Mäuse, Ratten und Co. herumtreiben. Und es ist kein direkter Kontakt mit den Tieren nötig, die Viren stecken nämlich in den Ausscheidungen sowie im Speichel infizierter Nager.

Menschen können sich etwa infizieren, wenn mit Kot kontaminierter Staub aufgewirbelt und eingeatmet wird. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet laut FLI wahrscheinlich nicht statt. Die Infektionsgefahr ist in den Monaten Mai bis September am höchsten.

Etwa bei:

  • Arbeiten in der Forstwirtschaft oder auf dem Bau
  • Reinigung von Scheunen, Schuppen, Ställen oder von Nagern befallenen Häusern
  • Aktivitäten im Freien, die zum Kontakt mit Nagern und deren Ausscheidungen führen können – also Gartenarbeit, Holzhacken, Jagen, Joggen oder Zelten
  • Generell bei Aufenthalt in Gebieten mit hohem Nagerbestand

Laut FLI verläuft die Virusinfektion häufig ohne Symptome oder so leicht, dass sie Betroffenen nicht auffällt. Der Schweregrad des Verlaufs hänge auch von der Art des Hantavirus ab.

Mitteleuropäische Hantavirus-Arten verursachen demnach grippeähnliche Erkrankungen, mit über drei bis vier Tage anhaltendem hohen Fieber sowie Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. In einer nächsten Krankheitsphase können dem Institut zufolge Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstörungen auftreten. Bei Verdacht auf eine Infektion sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. 

Wie man sich vor einer Infektion schützen kann

Wo keine Nager, da vermutlich keine Gefahr durch Hantaviren. Deswegen ist der beste Schutz Prävention – das heißt, Mäuse und Ratten gar nicht erst in die Nähe lassen. Laut FLI geht das mit Ordnung, Vorratsbehältern und Kontrolle, zum Beispiel:

  • Lebensmittel und Tierfutter unzugänglich aufbewahren und über Nacht nicht frei stehen lassen
  • Keine Essensreste auf dem Hauskompost entsorgen
  • Verschließbare Mülleimer verwenden
  • Mögliche Eindringstellen am Haus abdichten, etwa mit Stahlwolle oder Beton
  • Mögliche Unterschlüpfe wie Sperrmüllhaufen, Altreifen oder generell Müllhaufen beseitigen
  • Erkannten Schädlingsbefall zügig bekämpfen oder bekämpfen lassen

Tote Nager sicher entfernen und danach gut putzen

Aufgefundene tote Mäuse und Ratten sowie deren Hinterlassenschaften müssen sicher entfernt werden. Es sollte eine gründliche Reinigung folgen. Damit man dabei nicht unabsichtlich das Hantavirus verbreitet, hat das FLI noch folgende Hinweise: Gummihandschuhe und bei Staubentwicklung FFP3-Maske tragen, befallene Räume mindestens 30 Minuten lang gut lüften, Mäusenester oder Kot zum Entfernen zunächst mit Reinigungsmittel einsprühen und keinen Staub aufwirbeln (nicht mit Staubsauger arbeiten!), Kadaver in Plastiktüten über den Hausmüll entsorgen, Fallen und Werkzeuge anschließend gut reinigen und auch selbst gründlich duschen, inklusive Haarwäsche.

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