PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

Juckreiz und Quaddeln
-
Herbstgrasmilben – harmlos, aber bissig

In den Sommermonaten sind sie wieder aktiv: die Herbstgrasmilben. Sie können beim Menschen Hautreaktionen auslösen, genauer gesagt sind es Larven, die parasitisch sind.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPTA-Forum
Datum 05.08.2026  14:00 Uhr

Herbstgrasmilben (Neotrombicula autumnalis), auch Erntemilben oder Herbstmilben genannt, gehören zur Gattung der Spinnentiere. Sie sind also keine Insekten. Sie können etwa auf Wiesen, in Parks, Gärten oder anderen Grünflächen vorkommen, wie Alex Christian, ehemaliger wissenschaftlicher Leiter der Sektion Arachnida am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und nun ehrenamtlicher Mitarbeiter der Einrichtung, erklärte.

Als Larven sind Herbstgrasmilben parasitisch. Das heißt, sie suchen nach einem geeigneten Wirt. Das seien vor allem kleinere Säugetiere, könnten aber auch Menschen sein, so der Zoologe. Auf diese gehen sie über und beißen sich in dünnen, weichen Hautbereichen wie Kniekehlen oder Leistenbeugen fest. An den betroffenen Hautstellen entstehen dann rote Quaddeln, gepaart mit starkem Juckreiz. Anders als manche Mückenarten oder Zecken übertragen sie jedoch keine Krankheiten.

Wie auch bei anderen Stichen gilt: Nicht kratzen, damit sich die Stellen nicht infizieren und entzünden. Gegen den Juckreiz helfen kalte Kompressen sowie Salben und Gele mit Antihistaminika oder Hydrocortison. 

Vorkommen von Juli bis September

Durch den Juckreiz nehmen viele Menschen diese Milbenart erst wahr. Denn durch ihre Größe von weniger als einem halben Millimeter sind sie laut Umweltamt für Laien kaum sichtbar. Auch wenn der Biss der Spinnentiere lästig ist, spielen Herbstgrasmilben demnach eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf. Als erwachsene Tiere ernähren sie sich den Angaben nach von kleinen Gliederfüßern und Insekteneiern und sind damit Teil des Bodenökosystems.

Die Herbstgrasmilbe kommt in den für sie geeigneten Lebensräumen vor, von Rasenflächen über Gärten bis hin zu Wiesen und Weiden. Die Hauptzeit, in der sie auftreten, ist laut Nabu von Juli bis September. Wer sich im Freien aufhält, kann zum Schutz vor den Spinnentieren lange Kleidung sowie festes Schuhwerk tragen und die Hose in die Socken stecken. Nach dem Ausflug in der Natur sollte man sich zudem gründlich abduschen.

Mehr von Avoxa