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Sport an warmen Tagen
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Hitze kann Fitness-Booster sein

Hohe Temperaturen sind kein Grund, auf Sport und Bewegung vollständig zu verzichten. Im Gegenteil: Wer den Sprung aus dem »Faultier-Modus« schaffe, könne von einem Training bei hohen Temperaturen sogar profitieren, sagt Professorin Angela Teichert von der SRH Fernhochschule. Allerdings sollte die körperliche Aktivität unbedingt an die aktuellen Temperaturen angepasst werden.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 17.07.2026  14:00 Uhr

Leistungssportler beispielsweise trainierten gezielt bei hohen Temperaturen, um zusätzliche Trainingsreize zu setzen und ihren Körper auf Wettkämpfe unter warmen Bedingungen vorzubereiten. Davon können laut Teichert auch Freizeitsportler profitieren – vorausgesetzt, sie verfügen über eine solide Trainingsbasis und passen ihr Verhalten den Wetterbedingungen an.

»Wer regelmäßig trainiert, ausreichend trinkt und sein Pensum schrittweise steigert, schützt seinen Organismus vor Dehydration und kann auch an warmen Tagen sinnvoll Sport treiben«, erklärt Teichert. Der Körper benötige eine gewisse Zeit zur Anpassung, könne dann jedoch lernen, mit Hitze besser umzugehen.

Tipps für das Sommertraining

Das bedeutet jedoch nicht, einfach wie gewohnt loszulegen. Entscheidend ist der Expertin zufolge, das Training anzupassen:

  • körperliche Belastungen möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen
  • vor, während und nach dem Spoft ausreichend trinken und Elektrolyte auffüllen
  • kurze Erholungspausen im Schatten einplanen
  • helle, atmungsaktive Kleidung tragen
  • Kopf und Haut vor der Sonne schützen (Kopfbedeckung, Sonnencreme)
  • eventuell Handgelenke kühlen
  • auf den Körper hören und bei Beschwerden das Training abbrechen 

Training nicht um jeden Preis: Ab 40 Grad ist Schluss

Training bei hohen Temperaturen ist jedoch nicht uneingeschränkt empfehlenswert. Als Faustregel gilt laut Teichert: Ab 30 Grad Celsius sollte die Trainingsintensität und -dauer angepasst werden. Steigt das Thermometer auf 40 Grad oder mehr, sei es besser, ganz auf Sport zu verzichten. Dann gebe es auch keinen gesundheitlichen Nutzen mehr, so die Expertin.

Treten während des Trainings Beschwerden wie Schwindel, Kopfschmerzen oder andere Anzeichen einer Überhitzung auf, sollte die Belastung sofort beendet werden. Anschließend gelte es, den Körper langsam abzukühlen. Von einer eiskalten Dusche rät Teichert ab. Sinnvoller sei lauwarmes Wasser, da es den Organismus dabei unterstütze, seine Temperatur gleichmäßig zu regulieren. »Große Temperaturunterschiede können dagegen den Kreislauf zusätzlich belasten.«

Grundsätzlich erfordere Sport bei Hitze einen verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Körper. »Wer die grundlegenden Regeln beachtet, kann den Sommer hervorragend nutzen, um fit zu bleiben, neue Sportarten auszuprobieren und gemeinsam mit anderen aktiv zu sein.«

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