| Caroline Wendt |
| 22.06.2026 12:00 Uhr |
Harmloses Design und süßer Geschmack: E-Zigaretten erscheinen harmlos, haben aber dennoch gesundheitliche Risiken. / © Getty Images/AleksandrYu
Hintergrund sind aktuelle Zahlen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), die einen Anstieg beim Rauchen und Vapen unter Jugendlichen zeigen. So rauchten 2025 knapp zehn Prozent der 12 bis 17 Jährigen. Zum Vergleich: 2021 lag der Anteil noch bei gut sechs Prozent. Besonders deutlich stieg jedoch der Konsum von Mehrweg-E-Zigaretten: Bei Jungen nahm der Anteil der Konsumierenden von 2,9 auf 6,7 Prozent zu, bei Mädchen sogar von 1,8 auf 7,8 Prozent.
»Dieser Befund ist alarmierend, wenn man bedenkt, welche gravierenden Folgen das Vapen bei Kindern und Jugendlichen für Gehirn, Herz, Lunge und andere Organe haben kann«, sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Professor Dr. Thomas Voigtländer. Die Herzstiftung warnt zudem davor, dass die Produkte durch fruchtige Aromen und ein jugendliches Design oft harmloser wirkten als klassische Zigaretten und so den Einstieg in den Nikotinkonsum erleichterten. »Dieser Trend macht uns Sorgen, weil Nikotinprävention beim Eindämmen gerade der Zahl junger Tabakraucher erfolgreich war. E-Zigaretten bremsen diesen positiven Trend aus – wir müssen gegensteuern«, so Voigtländer.