| Isabel Weinert |
| 26.10.2026 16:00 Uhr |
Meeresalgen können sehr hohe Mengen Jod enthalten und damit für manche Menschen Risiken bergen. / © Adobe Stock/Pixel-Shot
Das BfR zitiert zur Jodversorgung in Deutschland repräsentative Daten zur Jod-Urinausscheidung für die deutsche Bevölkerung im Rahmen der nationalen Gesundheitssurveys des Robert-Koch-Instituts (RKI). »Die Daten zeigen, dass 32 Prozent der einbezogenen Erwachsenen und 44 Prozent der einbezogenen Kinder und Jugendlichen in Deutschland eine Jodzufuhr unterhalb des geschätzten mittleren Bedarfs aufweisen und somit ein gesundheitliches Risiko für eine unzureichende Jodzufuhr haben«, so das Institut.
Für genug Jod spielt der Einsatz von jodiertem Speisesalz eine wesentliche Rolle, außerdem der Verzehr von Seefisch zweimal pro Woche. Milch und Milchprodukte von konventionell gehaltenen Tieren liefern ebenfalls zuverlässig Jod, denn Kuhfutter wird mit Jod angereichert.
Bei Bio-Lebensmitteln fällt der Jodgehalt meistens geringer aus. Zwar sei gemäß Ökoverordnung die Verwendung von Jodsalz in Bio-Lebensmittelprodukten erlaubt, so das BfR, die direkte Anreicherung mit Jod sei jedoch grundsätzlich verboten.
Bio streichen muss man deshalb nicht, aber konsequent auf jodiertes Speisesalz achten und auf den Verzehr von Seefisch. Vorsicht ist bei Meeresalgen geboten, hier können sehr hohe Jodgehalte vor allem für Schwangere, Stillende und Menschen mit Erkrankungen der Schilddrüse oder einer Niereninsuffizienz Risiken bergen.
Egal ob konventionell oder Bio, lohnt beim Bäcker die Frage nach Jodierung und beim Kauf von Abgepacktem der Blick auf die Zutatenliste. Hier muss Jod aufgeführt werden.