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Infektionsgefahr
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Kontaktlinsen und Wasser sind kein Match

Kontaktlinsenträger sollten besser ohne ihre Sehhilfe schwimmen und duschen gehen. Denn Akanthamöben erhöhen das Risiko für eine Hornhautinfektion erheblich – sie kommen ubiquitär in Leitungswasser, Süßgewässern, Meerwasser und Schwimmbädern vor.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 21.07.2026  12:00 Uhr

Linsen verzögern Diagnose

Der Augenarzt sprach sich dafür aus, die Tragezeit von Kontaktlinsen vor allem im Sommer so kurz wie möglich zu halten. Erhöhte Umgebungstemperaturen und trockene Sommerluft – wie in klimatisierten Innenräumen und Flugzeugen – beschleunigten ohnehin die Verdunstung des Tränenfilms und reizten damit das Auge zusätzlich.

»Wir wissen, dass längerfristiges Tragen die Hornhautsensibilität reduziert, sodass mechanische Reize und frühe Infektionszeichen von den Betroffenen nicht oder erst verspätet wahrgenommen werden. Die Patienten empfinden ihre Linsen als eine Art Verband, der schmerzlindernd wirkt. Das verzögert aber die Diagnosestellung«, warnte Geerling. Deshalb sein Tipp: Wer Kontaktlinsen trägt und nach einem Badeausflug ein unangenehmes Gefühl im Auge hat, sollte nicht zögern und sich sofort in augenärztliche Behandlung begeben.

Eine Akanthamöben-Infektion macht sich durch ein verschlechtertes Sehvermögen, ausgeprägte Lichtscheu sowie teils auffällig starke Schmerzen bemerkbar. Nach kurzer Zeit zeige sich eine entzündliche, ringförmige Trübung in der Hornhaut. Rechtzeitig diagnostiziert und konsequent behandelt, heilt sie folgenlos ab. Wird die Therapie dagegen verzögert, könne es zu dauerhaften Narben, irreversibler Sehverschlechterung und in schweren Fällen zur Notwendigkeit einer Hornhauttransplantation kommen, machte Geerling klar.

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