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Blausäure und Cadmium
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Leinsamen – ist das Superfood gefährlich?

Neben Ballaststoffen, Omega-3-Fettsäuren, B-Vitaminen und Mineralstoffen enthalten Leinsamen auch cyanogene Glykoside. Werden rohe Leinsamen gekaut, geschrotet oder gemahlen, kann daraus Blausäure freigesetzt werden.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 01.07.2026  12:00 Uhr

Deshalb rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) davon ab, größere Mengen rohen Leinsamen zu verzehren. Mögliche Folgen sind Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen. Schwere Vergiftungen mit Atembeschwerden, Herzrhythmusstörungen oder Krampfanfälle sind selten, bei sehr hohen Aufnahmemengen jedoch grundsätzlich möglich.

Nach Einschätzung des BfR gelten für Erwachsene mit einem Körpergewicht von 70 Kilogramm täglich bis zu 15 bis 20 Gramm geschrotete rohe Leinsamen – etwa zwei bis drei gestrichene Esslöffel – als unbedenklich. Kleinere Mengen Blausäure kann der Körper zu Thiocyanat abbauen und damit entgiften.

Bei Kindern ist jedoch besondere Vorsicht geboten: Aufgrund ihres geringeren Körpergewichts und noch nicht vollständig ausgereifter Entgiftungsmechanismen empfiehlt das BfR für Kinder ab vier Jahren maximal vier Gramm pro Tag, etwa einen gestrichenen Teelöffel. Kleinkinder sollten keine rohen, geschroteten Leinsamen erhalten.

Deutlich geringer ist das Risiko bei erhitzten Leinsamen. Beim Backen oder Kochen verdampft ein Teil der Blausäure (der Siedepunkt liegt bei etwa 26 °C), außerdem werden die für ihre Freisetzung verantwortlichen Enzyme inaktiviert.

Neben Blausäure enthalten Leinsamen mitunter auch höhere Mengen des Schwermetalls Cadmium, das sich im Körper anreichern und unter anderem die Nieren- und Knochengesundheit beeinträchtigen kann. 

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