Es gibt aber Wege, diese meist unbewusst ablaufenden Gedankenmuster zu überlisten. Die Forschenden empfehlen vor allem, den Perfektionsanspruch zu senken und flexibel zu bleiben.
Statt nur einen Plan A zu haben, kann ein Plan B die Hürde deutlich senken: Wenn es mit dem Joggen nicht klappt, tun auch 15 Minuten zügiges Gehen gut. Statt im Fitness-Studio kann man auch ein kurzes Sport-Programm zu Hause absolvieren — ganz nach dem Motto »alles besser als nichts«.
Entscheidend ist nicht, dass jede Einheit optimal ist — sondern dass Bewegung nicht jedes Mal ein großes Projekt sein muss. Außerdem sollte man sich nicht selbst dafür verurteilen, wenn es mal nicht klappt: Viele orientieren sich den Studienautoren zufolge an Fitness-Idealen, die sich im Alltag kaum dauerhaft erfüllen lassen.
Die Kern-Botschaft: Ein verpasstes Training ist meist nicht das Problem. Der Knackpunkt ist die Schlussfolgerung daraus. Wer statt »ganz oder gar nicht« öfter »kurz, aber trotzdem« wählt, gibt der eigenen Routine eine realistischere Chance.