Die Mücken sind wahrscheinlich mit einem Flugzeug aus einem Malariagebiet nach Frankfurt gelangt. / © Getty Images/ thianchai sitthikongsak
Nach sechs Fällen bei Beschäftigten des Flughafens im Juli und August 2026 erkrankten nun auch zwei Menschen aus dem nahe gelegenen Stadtteil Schwanheim. Als Ursache gelten infizierte Anopheles-Mücken, die vermutlich mit einem Flugzeug aus einem Malariagebiet nach Frankfurt gelangten.
Nach Bekanntwerden der neuen Fälle schätzt das Frankfurter Gesundheitsamt die Gefahr für die Bevölkerung als sehr gering ein. Die klimatischen Bedingungen in Deutschland seien für den Entwicklungszyklus von Mücke und Erreger ungünstig. Einige Fragen und Antworten im Überblick.
Das Gesundheitsamt rät dazu, Mückenstiche möglichst zu vermeiden. Auf unbedeckte Haut können Repellentien aufgetragen werden. Wichtig ist, sie entsprechend den Angaben auf der Verpackung anzuwenden und den Schutz rechtzeitig zu erneuern.
Auch lange, möglichst dicht gewebte Kleidung erschwert den Tieren das Stechen. Fliegengitter an Fenstern und Türen können verhindern, dass Mücken in die Wohnung gelangen. Nachts kann ein Moskitonetz über dem Bett zusätzlich Schutz bieten.
Zwischen dem Stich einer infizierten Mücke und ersten Beschwerden können etwa sieben bis 30 Tage vergehen, je nach Erregerart auch länger. Typisch für Malaria sind Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie starke Abgeschlagenheit. Auch unspezifische Beschwerden wie Bauchschmerzen sind möglich.
Entscheidend bei Flughafen-Malaria ist: Betroffene müssen nicht aus einem Malariagebiet zurückgekehrt sein. Wer in der Nähe des Flughafens wohnt oder arbeitet und ohne erkennbare Ursache Fieber oder andere ausgeprägte Beschwerden entwickelt, sollte sich deshalb an Hausärztin oder Hausarzt wenden. Dabei sollte man ausdrücklich auf den Wohn- oder Arbeitsort und die aktuellen Malaria-Fälle hinweisen.
Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica schnell schwer verlaufen. Mögliche Folgen sind Verwirrtheit, Krampfanfälle, Atemprobleme, Nierenversagen oder Koma. Bei starken Beschwerden ist daher eine schnelle Abklärung in einer Klinik erforderlich. Unbehandelt kann die Erkrankung lebensbedrohlich werden.