Im Alltag wird Malaria nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Wer Kontakt zu einem Erkrankten hatte, kann sich also nicht anstecken. Überträger sind weibliche Anopheles-Mücken, die den Malaria-Erreger beim Stich weitergeben.
Gerade weil bei Flughafen-Malaria die sonst typische Reise in ein Risikogebiet fehlt, kann die Diagnose dadurch erschwert oder verzögert werden. Das kann das Risiko eines schweren Verlaufs erhöhen. Medizinern rät die Landesärztekammer Hessen daher, bei Patienten mit unklarem Fieber nicht nur eine Reiseanamnese zu machen, sondern vor allem in den Sommermonaten explizit nach einem Arbeitsplatz in Flughafennähe oder einem Wohnort in der Umgebung eines internationalen Flughafens zu fragen. Wenn sie frühzeitig erkannt wird, gilt Malaria nach Angaben des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) als gut behandelbar.
Weite Teile der Welt gelten als malariafrei, auch Deutschland. Hier werden Malariafälle fast ausschließlich bei Menschen diagnostiziert, die sich zuvor in einem Verbreitungsgebiet aufgehalten haben, so das Robert-Koch-Institut (RKI). Risikogebiete sind tropische und subtropische Regionen der Welt, insbesondere in Afrika südlich der Sahara, außerdem Teile Süd- und Südostasiens, Ozeaniens sowie Lateinamerikas.
Je nach Reiseziel, Reisezeit und individuellen Risikofaktoren werden Reisenden Schutzmaßnahmen über die oben genannten (wie Moskitonetz, Repellents) hinaus empfohlen. Wer in Malariagebiete reist, sollte sich daher vorab reisemedizinisch über die Risiken und gegebenenfalls eine medikamentöse Prophylaxe informieren.