| Barbara Döring |
| 04.11.2026 12:00 Uhr |
Fettsäuren aus Erdnüssen wirken sich günstig auf den Stoffwechsel aus und können so Typ-2-Diabetes vorbeugen. / © Adobe Stock/OlesyaSH
Für ihre Untersuchung kombinierten die Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und der Universität Barcelona die Daten einer Interventions- und einer prospektiven Kohortenstudie. Sie identifizierten so erstmals eine molekulare Handschrift im Lipidprofil eines Menschen, die der Verzehr von Erdnüssen hinterlässt. Dafür nutzten sie Daten von 63 gesunden Erwachsenen im Alter von 18 bis 33 Jahren, die sechs Monate lang täglich entweder 25 Gramm in der Schale geröstete Erdnüsse, 32 Gramm Erdnussbutter oder 32 Gramm einer Kontrollbutter mit Erdnussöl verzehrten.
Aus der Analyse der Blutfette konnten die Forschenden eine Art spezifischen biologischen Fingerabdruck im Blutfettprofil, den sogenannten »Peanut Lipidomic Signature« (PeLS), ableiten. »Dabei handelt es sich nicht nur um einen einfachen Anstieg der Fettwerte, sondern eine komplexe Veränderung des Lipidoms«, erläutert Erstautorin Dr. Inés Domínguez-López. Zudem zeigte sich, dass die »Erdnuss-Signatur« mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden war. Dies liegt laut den Forschenden vermutlich an den günstigen metabolischen Effekten der enthaltenen Fette auf das Körpergewicht.