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Gesunde Gewürze
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Mit Genuss gegen Entzündung

Gewürze und Kräuter sind in der Küche nicht nur als Geschmacksgeber beliebt. Bei einigen lohnt sich die Verwendung auch wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung. Welche Inhaltsstoffe Ingwer, Schwarzkümmel, Curcuma und Co. zu bieten haben.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 16.03.2026  08:05 Uhr

Schwarzkümmel

Schwarzkümmel (Nigella sativa) zählt nicht wie Kümmel und Kreuzkümmel zu den Doldenblütlern, sondern ist ein Hahnenfußgewächs. In der Naturheilkunde gilt das kaltgepresste Öl aus Schwarzkümmelsamen unter anderem als Mittel gegen Allergien und Verdauungsbeschwerden. Es weist mit Linolsäure, Ölsäure und Alpha-Linolensäure ein besonders gesundes Fettsäuremuster auf. Untersuchungen zeigen zudem antientzündliche Effekte, die vor allem auf die im ätherischen Öl enthaltenen Thymoquinone zurückzuführen sind.

In kleineren Studien mit Patienten mit entzündlichem Gelenkrheuma nahm durch die Einnahme von 1 g Schwarzkümmelöl in Form von Kapseln täglich über mehrere Wochen die Krankheitsaktivität und die Gelenkschwellung ab und die Dauer der Morgensteifigkeit verkürzte sich. Bei Untersuchungen mit Asthmapatienten senkte Schwarzkümmelöl die Zahl der eosinophilen Granulozyten im Blut, die bei allergischen Erkrankungen erhöht sein können, und die Asthmakontrolle verbesserte sich.

Die dunklen, dreikantigen Samen sind in der orientalischen Küche beliebt. Das kaltgepresste Öl aus den Samen passt mit seinem leicht bitteren, pfeffrigen Geschmack zu Schmorgerichten, Aufläufen und Suppen oder ist für Salatdressings und Dips geeignet.

Zimt

Ein hoher Anteil von Zimtaldehyd im ätherischen Öl von bis zu 90 Prozent verleiht dem nicht nur zur Weihnachtszeit beliebten Gewürz seinen charakteristischen Geschmack. Isoliert ist es in der Lage, Schimmelpilze und bestimmte Bakterien zu hemmen. Weitere Inhaltsstoffe wie Antioxidanzien haben einen entzündungshemmenden und vermutlich blutzuckersenkenden Effekt.

Die Wirkung bei Typ-2-Diabetes ist jedoch unklar, sodass die Einnahme von Zimtpräparaten von Fachgesellschaften derzeit nicht empfohlen wird. Als traditionelles Heilmittel findet Zimt etwa bei Verdauungsbeschwerden oder gegen Mundgeruch Verwendung. Zimt enthält jedoch auch den natürlichen Geschmacksstoff Cumarin, der in größeren Mengen Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen kann. Cassia-Zimt (Cinnamomum cassia), der im Geschmack etwas herber ist, besitzt einen höheren Anteil davon, sodass das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in der Küche eher zur Verwendung des cumarinärmeren Ceylon-Zimts (Cinnamomum verum) rät.

0,1 mg Cumarin pro kg Körpergewicht gelten als unbedenklich. Schwangeren und Stillenden wird sicherheitshalber von Cassia-Zimt abgeraten. Müsli, Quark- und andere Süßspeisen lassen sich gut mit Zimtpulver verfeinern. Aber auch herzhaften Gerichten mit Gemüse, Hülsenfrüchten oder Pasta verleiht er eine besondere Note. Zimt eignet sich zudem zur Herstellung von Oxymel, einem Sauerhonig aus Essig, Honig und Gewürzen, der in der Naturheilkunde zur Immunstärkung verwendet wird.

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