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Gesunde Gewürze
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Mit Genuss gegen Entzündung

Gewürze und Kräuter sind in der Küche nicht nur als Geschmacksgeber beliebt. Bei einigen lohnt sich die Verwendung auch wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung. Welche Inhaltsstoffe Ingwer, Schwarzkümmel, Curcuma und Co. zu bieten haben.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 16.03.2026  08:05 Uhr

Kamille

Ihre heilende Wirkung der Echten Kamille (Matricaria chamomilla oder Matricaria recutita) war bereits in der Antike bekannt. Verantwortlich für ihre entzündungshemmende Wirkung bei Magen-Darm-Beschwerden, Atemwegserkrankungen oder Entzündungen in Mund und Rachen sind die in den Blüten enthaltenen ätherischen Öle und Pflanzenstoffe wie Flavonoide.

Für medizinische Anwendungen werden ausschließlich Blüten genutzt, deren Gehalt an ätherischem Öl mindestens 4 ml pro Kilogramm getrocknete Droge betragen muss. Die innerliche Anwendung eignet sich bei entzündlichen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Dafür empfiehlt sich für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren drei- bis viermal täglich eine Tasse Kamillentee.

Dafür übergießt man eineinhalb bis vier Teelöffel (1,5 bis 4 g) getrocknete Kamillenblüten mit 150 ml siedendem Wasser, lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen und seiht ihn ab. Die Anwendung eignet sich für Kinder ab sechs Monaten. Diese benötigen eine geringere Menge Teedroge laut Packungsanweisung. 

Frische Blätter der Echten Kamille haben im Gegensatz zur Hundskamille, die keine medizinische Wirkung hat, einen süßlichen Duft, der an Apfel und Honig erinnert. Wer ihr feines Aroma in der Küche nutzen will, kann von Mai bis September die essbaren Blüten zum Beispiel als Topping auf einem Wildkräutersalat nutzen. Haupterntezeit der Blüten zur medizinischen Verwendung ist Juni bis Juli, wenn die Konzentration an ätherischen Ölen und Flavonoiden am höchsten ist.

Kreuzkümmel

Äußerlich ähnelt er dem Kümmel, geschmacklich ist er jedoch Welten von diesem entfernt: Die kleinen, länglichen Früchte des Kreuzkümmels sind lediglich etwas größer und heller als beim Kümmel (Cuminum cyminum), sein Geschmack lässt sich als süßlich-bitter mit warm-erdiger Note beschreiben. Kreuzkümmel, auch als Cumin bekannt, ist Bestandteil von Gewürzmischungen wie Garam Masala, Ras el-Hanout oder Curry; als Heilmittel ist es in der westlichen Welt weniger bekannt. In der ayurvedischen Medizin hat Cumin jedoch einen hohen Stellenwert, vor allem bei Verdauungsstörungen wie Völlegefühl und Blähungen.

Darüber hinaus werden dem Doldenblütengewächs entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt, zumindest seine antioxidative Wirkung gilt als gesichert. Verantwortlich dafür zeichnen ätherische Öle, die Terpenoide und Terpene wie Cuminaldehyd und Cymol enthalten. Bei Verwendung in der Küche, etwa für Falafel, Bulgur- und Couscousgerichte oder Eintöpfe, drückt man die Samen am besten im Mörser oder mit dem flachen Messer an, damit das Aroma besser zur Geltung kommt. Auch das Anrösten ohne Fett in der Pfanne verstärkt den Geschmack.

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