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Hochfunktionale Depression
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Nach außen alles im Griff – innen am Limit

Depressionen sind nicht immer sichtbar: Manche Betroffene »funktionieren« nach außen scheinbar normal. Was hinter einer hochfunktionalen Depression steckt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
AutorKontaktdpa
Datum 28.05.2026  16:00 Uhr

Welche Risiken entstehen, wenn Betroffene ihre Depression ignorieren?

Das kann schwere Folgen haben. »Wir haben alle nur begrenzte Ressourcen – und wenn Belastung dauerhaft ignoriert wird, steigt das Risiko einer Chronifizierung«, so Dallüge. Unbehandelte depressive Symptome können sich verfestigen oder in eine plötzliche Krise münden, in der nichts mehr geht. Hinzu kommen körperliche Folgen: anhaltender Stress, Schlafstörungen, erhöhte kardiovaskuläre Risiken und psychosomatische Beschwerden.

Zugleich steigt laut Brakemeier mit der Dauer das Risiko für Begleiterkrankungen. Depressionen treten häufig gemeinsam mit weiteren psychischen oder körperlichen Problemen auf – etwa Suchterkrankungen, wenn Betroffene versuchen, ihre Belastung zu kompensieren. Auch soziale Beziehungen können leiden.

Im Extremfall kann sich Suizidalität entwickeln, insbesondere wenn Betroffene keine Freude mehr empfinden und alles als sinnlos und hoffnungslos erleben. Wer solche Gedanken bei sich bemerkt, sollte umgehend professionelle Hilfe suchen.

»Studien zeigen, dass wir wirksame Behandlungen haben, die aber umso besser greifen, je früher die Erkrankung erkannt wird«, sagt Psychologin Brakemeier. Gerade bei langjährigen, oft unerkannten, chronischen Depressionen können sich Denk- und Verhaltensmuster verfestigen, was die Behandlung zusätzlich erschwert. Frühzeitig Hilfe zu suchen, kann diesen Prozess durchbrechen.

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