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Akupunktur zur Migräneprophylaxe
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Nutzen laut IQWiG kaum belegt

Akupunktur hat zur Prophylaxe von Migräneattacken nur in wenigen Fällen einen Nutzen – für den breiten Einsatz fehlten evidenzbasierte Studien, urteilt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Das Institut hat nun den Abschlussbericht zu einer Nutzenbewertung veröffentlicht, die es im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) durchgeführt hatte.
AutorVerena Schmidt
Datum 01.06.2026  08:00 Uhr

Akupunktur-Forschung abgehängt

Schon im Vorbericht im Herbst 2025 hatte das IQWiG bemängelt, dass Vergleichsstudien zu den hierzulande häufig eingesetzten Betablockern und auch zu den neueren CGRP-Antikörpern fehlen. »Die Akupunktur-Forschung wurde ein Stück weit abgehängt«, sagte Stefan Sauerland, Leiter des IQWiG-Ressorts Nichtmedikamentöse Verfahren, in einer Pressemitteilung des IQWiG. »Man hat es versäumt, in Studien zu untersuchen, ob die Akupunktur auch mit anderen und moderneren Varianten der medikamentösen Migräneprophylaxe Schritt halten kann.«

Die aktuelle Leitlinie empfiehlt als nicht medikamentöse Therapieoptionen zur Prophylaxe übrigens die Remote Electrical Neuromodulation (REN) – hier werden durch schmerzfreie elektrische Impulse am Oberarm körpereigene Mechanismen zur Schmerzkontrolle aktiviert. Auch die externe transkutane Stimulation des Nervus trigeminus – über ein Gerät werden hier kleine elektrische Impulse an die Stirn abgegeben – ist den Autoren zufolge wirksam zur Prophylaxe. Beide Verfahren sind allerdings teils kostspielig und keine Kassenleistung.

Günstiger und ebenfalls wirksam bei der Migräneprophylaxe sind Sport, insbesondere Ausdauersport, Entspannungsübungen, Biorhythmushygiene bezüglich Schlaf und Mahlzeiten sowie Methoden zur Stressbewältigung.

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