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Kaputtes Knie
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Operieren oder nicht? 

Pro Jahr bekommen zwischen 165.000 und 200.000 Menschen in Deutschland ein künstliches Kniegelenk (Knie-TEP). Hinzu kommen Teilprothesen und andere operative Eingriffe an den Knien. Was spricht für und was gegen eine Operation?
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 15.05.2026  08:00 Uhr

Zweite Meinung

Rät ein Facharzt zu einer Operation, dann ist eine Zweitmeinung immer ratsam. Die Verbraucherzentrale informiert darüber, dass ein gesetzlicher Anspruch auf ärztliche Zweitmeinung bei bestimmten planbaren Eingriffen oder Operationen besteht und die Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen. Mediziner, die die Zweitmeinung abgeben, müssen besonders qualifiziert und unabhängig sein.

Patienten und Patientinnen sollten Vorsicht walten lassen, wenn sie sich einen Zweitmeinungsarzt von der eigenen Krankenkasse empfehlen lassen, rät die Verbraucherzentrale. Denn in diesen Fällen könnten die Spezialisten dazu neigen, eher von einer Operation abzuraten, damit Kosten gespart werden. Um Kosteneinsparungen geht es auch Gesundheitsministerin Nina Warken bei der geplanten  verpflichtenden Zweitmeinung.

Diese Maßnahme soll unnötige Operationen ebenso verhindern wie risikoreiche Eingriffe, etwa an der Wirbelsäule, aber auch am Knie. Man erhofft sich darüber hinaus eine bessere Behandlungsqualität, indem zunächst alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Nicht zuletzt gibt die Zweitmeinung auch Patienten mehr Sicherheit für die Entscheidung, von der ihre Gesundheit am meisten profitiert.

Ob sich Kniebeschwerden bessern, hängt auch mit dem Verhalten der Patienten zusammen: Angemessene Bewegung, wenn möglich ein gesundes Körpergewicht, eine entzündungshemmende Ernährung und die Wahrnehmung aller physiotherapeutischen und medizinischen Maßnahmen sind gute Voraussetzungen dafür, die quälenden Beschwerden zu bessern oder gar ganz wieder loszuwerden.

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