Vergisst man bei einer Aktivität alles um sich herum, hat man den Flow-Zustand erreicht. Ein Tipp, um als erwachsene Person herauszufinden, welches Hobby oder welche Tätigkeit das sein könnte: sich erinnern, was man als Kind stundenlang machen konnte. / © Getty Images/Horsche
Leichtigkeit ins Leben einziehen zu lassen fällt manchen Menschen leichter, manchen schwerer. »Das hat viel mit dem Blick auf sich selbst zu tun. Und auch damit, wie man auf Entwicklungen schaut, die das Alter mit sich bringt und die natürlich schwierig sein können«, sagt Bertram Kasper, Autor des Buches »Die größte Reise deines Lebens: Mit Gelassenheit älter werden«.
Sein Ansatz: Altern als »ständige Akzeptanzübung« betrachten. Erkennt man die Realität an und schmiedet einen Plan, wie man das Beste daraus machen kann, passiert etwas Entscheidendes. Man bleibt nicht im inneren Widerstand, sondern lässt los. »Eine Voraussetzung für Leichtigkeit«, so Kasper, der sich selbst als Altersstratege bezeichnet.
Manchmal raubt auch der Blick in die Vergangenheit die Chance auf Leichtigkeit, etwa, wenn das Gehirn endlose »Was wäre gewesen, wenn?«–Schleifen dreht. Hier kann das Konzept der »Ich-Integrität« des deutsch-amerikanischen Entwicklungspsychologen Erik Erikson (1902–1994) hilfreich sein.
Die »Ich-Integrität« beschreibt einen Zustand, in dem man wohlwollend auf sein Leben zurückschaut und zugleich anerkennt, dass Dinge nicht immer gut gelaufen sind. Kasper nennt ein Beispiel: »Man kann anerkennen, dass man nicht immer ein guter Vater war, weil man zu viel gearbeitet hat. Aber man macht sich klar: Ich habe mein Bestes gegeben.«
Akzeptieren, loslassen, nett zu sich selbst sein: All das hilft dabei, Leichtigkeit ins Leben einzuladen. Doch nicht jeder kann Muster, die sich über Jahrzehnte gefestigt haben, so einfach überwinden. Besteht ein Leidensdruck, ist psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll.
Doch was sind Tipps, mit denen man sofort beginnen kann? Leicht fühlt man sich vor allem in Augenblicken, in denen man präsent ist, der Kopf also nicht in Vergangenheit oder Zukunft hängt. Es folgen vier Ideen, die es erleichtern, im Hier und Jetzt zu sein: